Prozess gegen sieben Jugendliche: Späte Geständnisse nach monatelanger U-Haft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.07.2025 17:00

Prozess gegen sieben Jugendliche: Späte Geständnisse nach monatelanger U-Haft

Im Herzen der Ansbacher Innenstadt liegt diese überfallene Niederlassung der Bekleidungskette H&M.  (Foto: Andrea Walke)
Im Herzen der Ansbacher Innenstadt liegt diese überfallene Niederlassung der Bekleidungskette H&M. (Foto: Andrea Walke)
Im Herzen der Ansbacher Innenstadt liegt diese überfallene Niederlassung der Bekleidungskette H&M. (Foto: Andrea Walke)

Über Monate hatten sie ihre Taten abgestritten. Doch als am Amtsgericht Ansbach ihr Prozess wegen Raubüberfällen und Einbrüchen begann, war es mit dem Leugnen vorbei. Vier Jugendliche haben die Vorwürfe eingeräumt.

Der Prozess begann am Montag vor dem Jugendschöffengericht gegen insgesamt sieben Angeklagte. Weil sie zum Zeitpunkt der Taten erst zwischen 14 und 17 Jahre alt waren, findet die auf fünf Tage angesetzte Verhandlung unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Nach Rücksprache mit Vorsitzender Richterin Claudia Hofmann fasste Armin Abendschein, der Pressesprecher des Amtsgerichts, am Mittwoch auf FLZ-Anfrage die wichtigsten Punkte zusammen. „Es gab weitgehende Geständnisse”, sagte er. Lediglich bei einem Angeklagten sei die Beteiligung an einer der Taten noch zu klären.

Ein Jugendlicher hatte sich selbst bei der Polizei gestellt und mit umfassenden Aussagen eine längere Untersuchungshaft vermieden. Er gilt als der Kopf der Bande. Vier weitere Jugendliche hatten dagegen die Vorwürfe abgestritten. Dies war neben der Höhe der möglichen Strafen ein entscheidender Punkt, dass sie rund ein halbes Jahr in U-Haft bleiben mussten.

Anklage umfassend bestätigt

Ein weiterer Angeklagter befindet sich in einem besonderen Heim der Jugendhilfe. Gegen den siebten Angeschuldigten wurde kein Haftbefehl erlassen. Die Geständnisse bedeuten eine entscheidende Bestätigung für die Staatsanwaltschaft, die nach den Ermittlungen der Ansbacher Kripo eine umfangreiche Anklage aufgebaut hatte. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte aus der Anklage.

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Pressesprecher Armin Abendschein nahm gestern auch zu einem Tumult im Gerichtssaal Stellung. Es kam zu einer Auseinandersetzung, als ein Vater mit seinem angeklagten Sohn sprechen wollte. Dies ist jedoch wegen des Kontaktverbots bei der Verhandlung verboten.

Daraus entwickelte sich ein Streit, bis der Sohn von mehreren Polizisten zu Boden gerungen wurde. Er habe Widerstand gegen die Beamten geleistet, doch dann habe sich die Atmosphäre beruhigt, so Pressesprecher Abendschein. Er klärte damit Gerüchte, nach denen der Vater am Boden lag. Der Prozess wird am Freitag, 11. Juli, fortgesetzt.

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