Undichte Siloballen brachten einen Landwirt und seine Tochter aus dem Hesselbergraum als Angeklagte vor das Amtsgericht Ansbach. Der Vorwurf: Fahrlässige Bodenverunreinigung. Im Prozess ging es dann um zu viel Gras, zu viel Schulden und zu viel Kontrolle.
Der 67-Jährige ist aufgeregt, das ist zu sehen. Er ist gekommen, erklärt er gleich am Anfang des Prozesses, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Um dem Gericht zu erklären, welche Sorgen ihn und seine Familie drücken. Und wie sie sich vom Wasserwirtschaftsamt „gegängelt“ fühlen. „Ich bin aber nicht so redegewandt“, entschuldigt er sich vorbeugend, redet dann aber viel und lang.
Es geht um zehn Siloballen und um zwei Foliensilos, die bei einer Kontrolle auf dem Hof im November 2024 laut den Vorwürfen der Anklage undicht waren und auch nicht auf dichtem Boden lagerten. Damit sickerte demnach Flüssigkeit mit einer viel zu hohen Konzentration an Ammonium-Stickstoff und Chlor in den Boden. Das wäre, so die Anklage, „geeignet, das Grundwasser zu schädigen“.
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