Veröffentlicht am 06.12.2022 12:55

Verband: Maskenpflicht-Ende in Bayern schwierig für Personal

Ein Aufkleber an einer Glastür weist auf das Tragen einer Maske hin. (Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild)
Ein Aufkleber an einer Glastür weist auf das Tragen einer Maske hin. (Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild)
Ein Aufkleber an einer Glastür weist auf das Tragen einer Maske hin. (Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild)

Der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) hat das Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr in Bayern begrüßt, aber vor Problemen bei grenzüberschreitenden Fahrten gewarnt. Der Vorstoß Bayerns sei „inhaltlich nachvollziehbar, wird allerdings in der Praxis für das Personal zu Schwierigkeiten führen, weil die Regelungen dann in Bayern anders als in den angrenzenden Bundesländern sind und es viele Nahverkehrsverbindungen über Ländergrenzen hinweg gibt“, sagte Sprecher Lars Wagner am Dienstag.

Grundsätzlich könne die Maskenpflicht aus Verbandssicht aber in Bussen und Bahnen aufgehoben werden. „Es gibt weder aus dem Ausland, wo seit Monaten keine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen mehr herrscht, noch aufgrund uns bekannter wissenschaftlicher Studien Erkenntnisse, dass die Infektionszahlen außergewöhnlich steigen, wenn im ÖPNV keine Maske mehr getragen wird“, so Wagner. Zudem sei es immer schwieriger, die Maskenpflicht auch tatsächlich durchzusetzen.

In Bayern wird die Maskenpflicht im Personennahverkehr zum 10. Dezember abgeschafft. Die Regel sei aufgrund der aktuellen stabilen Infektionslage nicht mehr angemessen, hieß es am Dienstag nach Angaben aus Regierungskreisen. Ab dem 10. Dezember soll es demnach nur noch eine Empfehlung zum Tragen der Masken geben. In Sachsen-Anhalt soll bereits ab 8. Dezember die Maskenpflicht im ÖPNV fallen, wie das Landeskabinett laut Regierungskreisen entschied. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern fanden am Montag keinen einheitlichen Kurs für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

© dpa-infocom, dpa:221206-99-799950/2

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