Als fünfte und letzte Stadtratsfraktion haben nun auch die Unabhängigen Rothenburger (UR) ihre Listenkandidatinnen und -kandidaten für die Kommunalwahl im kommenden März nominiert.
„Unsere Liste ist vielfältig und divers. Ich bin sehr zufrieden”, sagte UR-Vorsitzender Oliver Krauthahn nach Abschluss der Nominierung. 24 Kandidatinnen und Kandidaten, dazu zwei Ersatzpersonen wurden bei der Versammlung gewählt, zu der neben den Mitgliedern auch einige Gäste – unter anderem von SPD und Grüne – gekommen waren.
„Wir sehen uns als Sprachrohr der Bürgerinnen und Bürger”, charakterisierte Krauthahn die UR. Es seien Menschen unterschiedlicher Interessen, unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Berufsgruppen vertreten. „Das spiegelt die Rothenburger Gesellschaft wider und das ist das Besondere an uns.”
Der 33-Jährige, der bislang nicht im Stadtrat vertreten ist, führt die Liste an. Er sagte zu seiner Kandidatur: „Ich bin gerne Rothenburger und lebe gerne in der Altstadt”. Dies wolle er in das Gremium einbringen. Auf den Listenplätzen zwei bis fünf folgen die vier amtierenden Stadtratsmitglieder. Fritz Sommer (49) will sich in der nächsten Legislaturperiode beim Thema Bauleitplanung einbringen. Ihm ist wichtig, dass sowohl die Altstadt lebenswert bleibt als auch, dass es mit Neubaugebieten vorangeht. Außerdem liegt es ihm am Herzen, die Wirtschaft zu fördern, „damit Geld in die Stadtkasse kommt”.
Ulrich Müller (60, Vater von Pascal Müller) ist seit 2020 im Stadtrat und will die Erfahrung dieser sechs Jahre gerne ab März weiter einbringen. „Wir haben eine sehr gesunde Mischung aus Menschen”, sagte er. Einige Stadträte würden nicht mehr antreten – „es werden also Plätze frei” und im besten Fall durch UR-Mitglieder neu besetzt.
Die amtierende Fraktionsvorsitzende Susanne Landgraf (63) freut sich besonders, dass die jüngere Generation mit auf der Liste vertreten ist. Sie setzt auf eine Mischung aus neuen Ideen und Visionen, gepaart mit langjähriger Erfahrung. „Deshalb trete ich wieder an.”
Wolfgang Baumann (66) ist mit Unterbrechung seit 2000 im Stadtrat aktiv. „Es ist eine gute Liste, die wir da haben”, sagte er. „Damit gehen wir gestärkt in den Wahlkampf”, bei dem – wie er hofft – „ein weiterer Platz für die UR drin ist”.
Auf Platz sechs folgt Jürgen Schilling (66), der für die ÖDP im Kreistag vertreten ist. Für ihn ist Ökologie ein wichtiges Thema. „Dabei geht es nicht nur um den Naturschutz, sondern darum, das Ganze zu betrachten”. Das sei auch in der Politik wichtig. Platz sieben bis zehn besetzen Marion Beugler (58), Alexander Schopf (54), Michael Schneider (42) und Herrmann Schiffermüller (66), gefolgt von Horst Fechner (68) und Roberto Mandosi (55).
Das jüngste Listenmitglied ist der 20jährige Daniel Heilmann auf Platz 13, der sich als angehender Notfallsanitäter besonders für das Krankenhaus einsetzen will. Veronika Seltner-Le (62) folgt auf Platz 14, Pascal Müller (30, Sohn von Ulrich Müller) auf Platz 15 und Regina Dürr (30 ) auf Platz 16.
Auf Platz 17 bis 20 treten an Bastian Reich (28), Sabrina Schmitt (38), Lucian Orlowski (30) und Luca Stefani (28). Dann folgen Kuno Seebaß (21), Liane Grimm (44), Bastian Schammann (41) und Dr. Daniel Pevak (74).
Alle Listenkandidierenden wurden mit 22 von 24 Stimmen gewählt, zwei Wahlberechtigte enthielten sich. Als Ersatzkandidierende wurden mit 23 der 24 Stimmen, bei einer Enthaltung, Renate Schauer (73) und Friedhelm Holzmann (71) bestimmt.