Veröffentlicht am 14.08.2022 10:05

Gestürzte Bahnradfahrerin: Trauma und Schlüsselbeinbruch

Letizia Paternoster aus Italien wird nach einem Sturz behandelt. (Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa/Archivbild)
Letizia Paternoster aus Italien wird nach einem Sturz behandelt. (Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa/Archivbild)
Letizia Paternoster aus Italien wird nach einem Sturz behandelt. (Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa/Archivbild)

Die bei einem schweren Massensturz bei der Bahnrad-Europameisterschaft in München verletzte Italienerin Letizia Paternoster wird nach Angaben des nationalen Verbandes keine bleibenden Schäden davontragen. Die 23 Jahre alte Weltmeisterin habe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und sich das rechte Schlüsselbein gebrochen, teilte Italiens Radsport-Föderation am Sonntag mit. Die Sportlerin sei immer bei Bewusstsein gewesen, könne sich an den Unfall aber nicht erinnern, „was in so einem Fall normal ist“, hieß es in der Mitteilung. Sie verbrachte die Nacht im Krankenhaus.

„Ich versuche zu lächeln und an die großen Ziele zu denken, die ich noch vor mir habe“, schrieb Paternoster am Sonntag bei Instagram neben einem Selfie vom Krankenbett. Ihr Schlüsselbein sei an drei Stellen gebrochen, berichtete sie. „Ich komme bald zurück.“

Wie der Radsport-Verband am Sonntagmittag mitteilte, schreite die Genesung der Kopfverletzung von Paternoster voran, wodurch sich ihr Gesundheitszustand verbessere. Gemeinsam mit der medizinischen Abteilung des Verbandes, der Familie und ihrem Team Trek Segafredo werde die Rückreise der Sportlerin nach Italien organisiert. Dort soll sie am Schlüsselbein operiert werden.

Paternoster war zusammen mit vier Konkurrentinnen am Samstag beim Ausscheidungsfahren gestürzt. Der Unfall ereignete sich in der steilen Kurve nach der Zielgeraden, wo die Fahrerinnen miteinander kollidiert waren. Während die vier anderen Sportlerinnen nach einer kurzen Behandlung wieder aufstehen konnten, wurde die Weltmeisterin in dieser Disziplin lange hinter einem Sichtschutz medizinisch versorgt. Der 23-Jährigen wurde dabei eine Halskrause angelegt. Anschließend wurde sie auf einer Trage aus der Halle und ins Krankenhaus gebracht.

Das Rennen war für die Erstversorgung und für Reparaturen an der Bahn unterbrochen. Zuvor hatte es im gleichen Rennen bereits einen Sturz mit mehreren Beteiligten gegeben. Dieser verlief allerdings glimpflich. Alle Fahrerinnen konnten selbstständig das Holzoval verlassen. Die Irin Alice Sharpe war in beide Stürze verwickelt, nahm aber bei beiden Neustarts das Rennen jeweils wieder auf.

Beim Ausscheidungsfahren muss alle zwei Runden die Letzte des Feldes das Rennen verlassen.

© dpa-infocom, dpa:220814-99-381385/3

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