Streuobst-Erlebnistag in Burgbernheim: Fotos mit „Bernie” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.05.2024 16:38

Streuobst-Erlebnistag in Burgbernheim: Fotos mit „Bernie”

Ernst Grefig ist Stadtgärtner von Burgbernheim. Gemeinsam mit dem Maskottchen Bernie, in dessen Kostüm für dieses Foto Nadine Höhne schlüpfte, lädt er zum Streuobsterlebnistag ein. (Foto: Nina Daebel)
Ernst Grefig ist Stadtgärtner von Burgbernheim. Gemeinsam mit dem Maskottchen Bernie, in dessen Kostüm für dieses Foto Nadine Höhne schlüpfte, lädt er zum Streuobsterlebnistag ein. (Foto: Nina Daebel)
Ernst Grefig ist Stadtgärtner von Burgbernheim. Gemeinsam mit dem Maskottchen Bernie, in dessen Kostüm für dieses Foto Nadine Höhne schlüpfte, lädt er zum Streuobsterlebnistag ein. (Foto: Nina Daebel)

Was früher der „Streuobstwandertag“ war, wird ab sofort „Streuobsterlebnistag“ genannt. Und der findet am Sonntag, 26. Mai, von 11 bis 17 Uhr in Burgbernheim statt. Mit Aktionen, Informationen und jede Menge Spaß.

Die Umbenennung der beliebten Veranstaltung sei naheliegend gewesen, heißt es aus dem Rathaus, weil bei der Aktion zuletzt wenig gewandert worden sei. „Die Leute sitzen und verweilen lieber“, sagt Ernst Grefig, Stadtgärtner in Burgbernheim seit nunmehr 38 Jahren. Deswegen wurde der Schwerpunkt der Aktion aufs Erleben gelegt und das Programm entsprechend vielfältig gestaltet.

Infos in Burgbernheim rund um Biene und Honig

Doch auch wer was erleben will, muss sich ein bisschen bewegen. So werden an diesem Tag „Im Gründlein“ insgesamt neun Stationen aufgebaut, an denen Interessantes geboten wird. An der Figurenbeute beim Labyrinth beispielsweise werden Mitglieder des Burgbernheimer Imkervereins präsent sein. Sie informieren „rund um Biene und Honig“.

Das Maskottchen Bernie, ein farbenfrohes Früchtchen, wird ebenfalls mit von der Partie sein. Von 14 bis 14.45 Uhr wird es sich an der großen Bank im Gründlein positionieren und auf Besucher warten. Wer sich mit Bernie fotografieren lassen wollte, kann das an diesem Tag tun. Nachdem der zweite Bürgermeister Stefan Schuster nicht wieder ins Bernie-Kostüm schlüpfen wird, darf gerätselt werden, wer sich den Apfelkopf diesmal wohl überstülpen wird.

Wissenswertes zu den Wäldern

Wissenswertes über die Wälder rund um Burgbernheim erfährt man am Streuobsterlebnistag unter dem Motto „Eichen, Hirschkäfer, Feuersalamander & Co.“. Am Weidenhäuschen trifft man auf Mitarbeiter der Fachstelle „Waldnaturschutz Mittelfranken“ sowie auf Experten der Bayerischen Forstverwaltung. Sie werden informieren, beantworten aber auch gerne Fragen.

Dass sich die Mitglieder des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins (OGV) bei der Veranstaltung einbringen, ist selbstverständlich. Sie trifft man im Garten im Gründlein. Dort dreht sich alles um die Genüsse der Streuobstwiesen und es gibt Flüssiges, zum Beispiel Slush, Säfte und Seccos der Marke EinHeimischer. Auch Apfelküchle und Kaffee werden angeboten. Unweit des OGV werden die Triesdorfer Baumwarte sich präsentieren.

Am Platz unter den Maulbeerbäumen schließlich heißt es passend: „Die Maulbeere“. Herbert Kolb und Gerd Meyer sind Maulbeerexperten und werden ihren Info- und Verkaufsstand als Station Nummer fünf aufbauen. Am Grillplatz sollten wissbegierige Mädchen und Jungen vorbei schauen. Denn dort werden sie von Streuobstpädagoginnen erwartet, die ein Kinderprogramm anbieten. Dominik Herschner lädt am Schäferwagen dazu ein, seine Motorsägenkunst zu bestaunen. Dort haben auch die Windsheimer Sänger von 14.30 bis 15 Uhr ihren Auftritt.

Hochprozentiges gibt es am Schauberg. Die Hofbrennerei Markert aus Mörlbach, einem Ortsteil von Gallmersgarten, bietet dort Brände und Liköre zum Probieren. An der neunten und letzten Station schließlich warten Burgbernheims Stadtgärtner Ernst Grefig und der Fledermausexperte Matthias Weiß auf Interessierte. Sie wollen „Wissenswertes zur Streuobstwiese“ vermitteln.

Drei Wanderungen sind im Angebot

Grefig legt zudem besonders viel Wert darauf, die drei Wander-Angebote an diesem Tag hervorzuheben. So lädt Peter Höhlein ab 7 Uhr zu einer rund vier Kilometer langen Vogelstimmenwanderung auf der Frankenhöhe ein. Treffpunkt ist der Obere Bahnhof. Zwei Stunden sind angesetzt.

Bruno Krug und Karlheinz Barthold vom Burgbernheimer Obst- und Gartenbauverein laden von 11 bis 14 Uhr zu einer Streuobstführung ein. Sie wird ebenfalls über eine Strecke von rund vier Kilometern führen. Gestartet wird am Minigolfplatz. Dort trifft man sich auch, um ab 11 Uhr zur rund eineinhalb Kilometer langen Wiesenführung loszugehen. Kathrin Feindert vom BUND Naturschutz wird während der Tour von „Wildpflanzen und ihren Besuchern“ erzählen.

Neu ist, dass die Bewirtung der Gäste nicht mehr wie sonst direkt im Gründlein stattfinden wird. Die Besucher sollen diesmal in den Gasthäusern einkehren. Mit dabei sind: Olgas Minigolf, Waldgasthof „Wildbad“, Biergarten Langskeller, die Gasthäuser „Goldener Engel“ und „Zum Goldenen Hirschen“ sowie die Pizzeria Sapori di Casa.

Ein Geschenk für die Besucher

Stadtgärtner Ernst Grefig hat zudem für ein Geschenk beim Streuobsterlebnistag gesorgt. Ein Schäfer hat ihm nämlich drei große Ballen mit Schafwolle überlassen. Die wird Grefig nun zum Mitnehmen bereit stellen. Wer mag, kann sich dann etwas von der Wolle mit nach Hause nehmen. „Schafwolle eignet sich gut zum Düngen im Garten“, erklärt der Stadtgärtner. Vor allem für Pflanzen, die keine sauren Böden bräuchten sei dies ideal.

Wegen des hohen Stickstoffgehaltes sei Schafwolle zudem für Starkzehrer besonders geeignet. Besonders gut sei sie für Pflanzen mit einer Kulturdauer von zehn bis 14 Wochen, also zum Beispiel für Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Zuckermais oder Kohlarten. „Die verschiedenen Nährstoffe werden erst nach und nach freigesetzt.“ Auch im Staudenbeet oder für Kübelpflanzen sei Schafwolle einsetzbar. Bei Zimmerpflanzen hingegen sollte man auf diese Art des Düngers verzichten, rät Grefig. „Der Eigengeruch der Wolle kann in Räumen schon sehr störend sein.“

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