Rund 30.000 Bäume beherbergen sie, jene rund 120 Hektar Fläche, die am Fuße der Frankenhöhe in der Stadt im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim liegen. Anlässlich des Burgbernheimer Streuobsterlebnistages wurde am Sonntag zu einem Spaziergang durch die Obstwiesen eingeladen.
Etwa 50 Prozent der Bäume sind Zwetschgen, doch auch alte Obstsorten wie Roter Eiserapfel, Kaiser Alexander oder die Köstliche von Charneux finden sich entlang des Erlebnispfades im Gründlein, auf dem Schauberg sowie im Bereich des Prösselbucks und an den Hängen des Kapellenberges. Vom Freibad kommend, hatte sich im Bereich des Heckenlabyrinths der Imkerverein Burgbernheim niedergelassen.
Diverse Honigsorten verlockten zum Naschen. Die Experten informierten über das Leben der Immen und machten deutlich, dass ohne den Eifer der Insekten, die im Frühling von Blüte zu Blüte fliegen und die Bestäubung übernehmen, es bei der Obsternte im Herbst traurig aussehen würde.
Ein Stück weiter auf dem Rundweg erzählten die Triesdorfer Baumwarte Wissenswertes über die heimischen Obstsorten und gaben wertvolle Tipps zum Baumschnitt und zur Veredelung von Kirsche, Birne und Apfel. Einen Blick auf die Artenvielfalt von Insekten, Kräutern, Wiesenblumen und Gräsern gewährte Kathrin Feindert vom Bund Naturschutz. Im Fokus der Kräuterpädagogin lag alles, was krabbelt und kriecht, wie Raupen, Schmetterlinge oder Käfer.
Diese fühlen sich auf den blühenden Streuobst- und Magerwiesen pudelwohl, da sie in den Blüten zumeist in Ruhe gelassen werden, keinem Mähwerk zum Opfer fallen und hinreichend Nahrung finden.
An den diversen Stationen des rund sechs Kilometer langen „großen Rundwegs“ gab es Gelegenheiten in Hülle und Fülle, sich über Streuobstsorten zu informieren, sich zu stärken oder einfach nur die besondere Atmosphäre der Streuobstlandschaft auf sich wirken zu lassen. Ende des Jahres soll das neue Streuobstzentrum Bernatura öffnen, in dem die Bedeutung der Bäume für die Natur gezeigt wird.
Zurück in der Stadt luden zur Freude von Bürgermeister Matthias Schwarz und so manchen Besuchers auch die heimischen Gasthäuser zu einem Einkehrschwung in die Biergärten ein.