Fränkische Moststraße: ein Ende der Doppelstrukturen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 20.02.2025 16:00

Fränkische Moststraße: ein Ende der Doppelstrukturen

Mit diesem Beschluss war die Interessengemeinschaft Fränkische Moststraße quasi Geschichte, sie wurde auf der Versammlung in den Verein Fränkische Moststraße überführt. (Foto: Peter Tippl)
Mit diesem Beschluss war die Interessengemeinschaft Fränkische Moststraße quasi Geschichte, sie wurde auf der Versammlung in den Verein Fränkische Moststraße überführt. (Foto: Peter Tippl)
Mit diesem Beschluss war die Interessengemeinschaft Fränkische Moststraße quasi Geschichte, sie wurde auf der Versammlung in den Verein Fränkische Moststraße überführt. (Foto: Peter Tippl)

Einen Schritt hin zur besseren Vermarktung der Produkte: Bei einer gemeinsamen Versammlung wurde die vor 20 Jahren gegründete Interessengemeinschaft (IG) Fränkische Moststraße aufgelöst, Mitglieder und Vermögen wurden in den Verein Fränkische Moststraße überführt.

Doppelstrukturen auflösen, Synergieeffekte nutzen und die Fränkische Moststraße als zentrales Netzwerk für Streuobstbestände etablieren, gab Vereinsvorsitzende Ingrid Malecha (Mönchsroth) als Zielsetzung dieses Schritts an. Die für Bevölkerung und Mitglieder schwer nachvollziehbaren Doppelstrukturen wurden bei der Versammlung deutlich. Diese eröffnete der Wassertrüdinger Bürgermeister Stefan Ultsch als Vorsitzender der IG.

Wichtig sei für Ultsch die Initiative zur IG einst gewesen, um Wertschätzung und Bewusstsein in der Bevölkerung für die Streuobstwiesen in der Hesselbergregion zu schaffen. Und nicht nur um Mittelfrankens höchstem Berg, denn knapp 30 Gemeinden und 40 Privatpersonen, Institutionen oder Vereine aus den Landkreisen Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Schwäbisch Hall sind in der Fränkischen Moststraße vernetzt.

Emotionen wecken

Zielsetzung der IG war auch die Vermarktung der Produkte wie dem „hesselberger“ und gemeinsam mit dem Verein wurde die Projektmanagerin Lena Deffner eingestellt. Verkaufsautomaten oder pädagogische Ansätze sollten umgesetzt werden, was aber wegen der Pandemie nicht gelang.

Für den Landkreis Ansbach, seit vier Jahren Mitglied im Verein Fränkische Moststraße, sah der stellvertretende Landrat Hans Henninger (Flachslanden) die Streuobstbestände als Kennzeichen der fränkischen Kulturlandschaft. Mit Ingrid Malecha und ihrem Stellvertreter Jürgen Konsolke (Dürrwangen) an der Spitze sei der Verein bestens aufgestellt, war Henninger überzeugt.

Emotionen wecken und Identifikation schaffen waren Hauptanliegen von der Vereinsvorsitzenden Malecha, denn nur was Emotionen auslöst, werde wahrgenommen. Sie blickte auf die Wahl des achtköpfigen Vorstands im März 2024 zurück, auf die Krönung der neuen Apfelkönigin Lisa Reinhart (Crailsheim) und sprach Dank an Anna Sauber (Obermögersheim) für ihren achtjährigen Dienst als Apfelkönigin aus.

Rundwanderwege werden angelegt

Im Büro des Vereins in Unterschwaningen laufen künftig bei Sandra Reichert die organisatorischen Fäden zusammen. Umgesetzt werden soll zeitnah das Anlegen von Rundwanderwegen, wofür demnächst Gespräche mit Beteiligten und Kommunen geführt werden. Die Präsenz der Fränkischen Moststraße soll außerdem durch eine Beschilderung erhöht werden, teils verblasste und unlesbare Stelen an verschiedenen Stationen sollen erneuert werden.

Ferner sollen die regionale Obstvermarktung gestärkt, Aktionen für Kinder- oder Schulgruppen organisiert und ein Flyer aufgelegt werden. Malecha lud außerdem zur Eröffnung des Streuobsterlebniszentrums Bernatura am 9. Mai nach Burgbernheim ein.

Die Kassenberichte für IG und Verein stellte Hermann Reichert (Wittelshofen) vor. Das Bestandskapital von rund 43.000 Euro wurde per Beschluss in den Verein überführt. Der Jahresbeitrag für Kommunen im Verein verblieb bei 500 Euro und für die rund 40 Privatpersonen oder Vereine beträgt der Jahresbeitrag 25 Euro.

Laut Jürgen Konsolke haben von aktuell 27 Kommunen bereits 26 Städte und Gemeinden die Mitgliedschaft im Verein beschlossen. Er griff im Schlusswort den Begriff „Emotionen wecken“ der Vorsitzenden auf und wünschte sich dies für die Zukunft des Vereins zum Wohle der gesamten Region.


Von Peter Tippl
north