Veröffentlicht am 28.11.2022 11:15

Mit Tests 335.000 Euro erschlichen: Mann und Frau angeklagt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. (Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. (Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. (Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Ein Mann und eine Frau sollen in Oberbayern versucht haben, mit Corona-Tests mehr als 335.000 Euro unrechtmäßig abzurechnen. Die für Betrug und Korruption im Gesundheitswesen zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg erhob Anklage beim Amtsgericht München gegen den 31-Jährigen und die 34-Jährige unter anderem wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßigen Betrugs. Außerdem sollen die beiden negative Testzertifikate ausgestellt haben, ohne dass ein Schnelltest gemacht wurde.

Die beiden Angeklagten sollen vom 26. Januar bis zu ihrer Festnahme Mitte April 2022 eine Corona-Teststation im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen betrieben haben und in dieser Zeit deutlich mehr Schnelltests bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) abgerechnet haben als sie tatsächlich durchführten, wie die Anklagebehörde am Montag mitteilte. Dadurch sollen sie bis Ende Februar gut 150.000 Euro zu Unrecht erhalten haben. Der übrige Betrag wurde nicht mehr ausgezahlt, weil Polizei und Staatsanwaltschaft die KVB über die Ermittlungen informierten.

© dpa-infocom, dpa:221128-99-691941/2

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