Veröffentlicht am 26.11.2022 15:59

Kleidertauschparty als Kritik des Konsums am Black Friday

"Gekauft - Getauscht" wobei das Wort "Gekauft" durchgestrichen ist, ist auf einem Plakat zu lesen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
"Gekauft - Getauscht" wobei das Wort "Gekauft" durchgestrichen ist, ist auf einem Plakat zu lesen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
"Gekauft - Getauscht" wobei das Wort "Gekauft" durchgestrichen ist, ist auf einem Plakat zu lesen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Mit einer Kleidertauschbörse als Alternative zum Black Friday hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Würzburg auf unnötigen Konsum aufmerksam gemacht. „Es geht darum zu zeigen, dass man eigentlich gar nichts mehr kaufen muss. Wenn man es richtig angeht, kommen die Leute zusammen und tauschen untereinader, es ist eigentlich schon alles da - man muss nichts neu kaufen, und schon gar nicht zu absoluten Dumping-Rabatt-Preisen“, sagte Sprecherin Anja Schuller.

Bis zum Nachmittag hatten den Angaben zufolge mehr als 300 Menschen die Möglichkeit genutzt. „Wir hatten konstant Zulauf den ganzen Tag über, was ungewöhnlich ist“, berichtete Schuller zufrieden. Besonders gut seien die Aktionstische angekommen, wo man etwa mit Siebdruck seine Kleidung individuell gestalten konnte. Auch das Angebot, sich Kleidung von Näherinnen und Nähern reparieren oder umgestalten zu lassen, wurde stark nachgefragt.

Die Aktion war eingebettet in die Greenpeace-Themenwoche „MAKE SMTHNG WEEK“, die als „buntes Festival des Selbermachens“ Konsumalternativen aufzeigen will. Am Vortag hatte der aus den USA stammende, inzwischen aber auch hierzulande etablierte Rabatt-Tag „Black Friday“ stattgefunden. Die alljährliche Preisschlacht Ende November trägt laut Greenpeace zu exzessivem Konsum, Verpackungsmüll und Ressourcenverschwendung bei.

© dpa-infocom, dpa:221126-99-673733/2

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