Viele junge Menschen in Deutschland sind für ihren aktuellen Job überqualifiziert. Überdurchschnittlich häufig trifft das in der Altersgruppe der unter 35-Jährigen auf Frauen und Erwerbstätige mit Einwanderungsgeschichte zu, wie das Statistische Bundesamt auf Basis der Arbeitskräfteerhebung 2024 mitteilte.
Demnach gaben 15 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren an, einen höheren Bildungsabschluss zu haben als für ihre Tätigkeit erforderlich. Bei Frauen (16 Prozent) ist dies etwas häufiger der Fall als bei Männern (13 Prozent).
Noch häufiger sind der Statistik zufolge Menschen mit Migrationshintergrund formal überqualifiziert für die ausgeübte Tätigkeit (18 Prozent). Als Person mit Einwanderungsgeschichte werden nach Angaben des Bundesamtes diejenigen erfasst, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.
Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft auch auf Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland angewiesen ist, um dem Fachkräftemangel hierzulande zu begegnen.
Bei der großen Mehrheit der 15- bis 34-Jährigen in der Gesamtstichprobe stimmte nach Angaben der Wiesbadener Statistiker der Bildungsabschluss mit der ausgeübten Tätigkeit überein (78 Prozent), ein kleiner Teil (7 Prozent) hatte einen niedrigeren Abschluss als erforderlich, war also formal unterqualifiziert.
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