Klar, vor dem Start in die neue Saison sollte die Technik des Motorrades gründlich durchgecheckt werden – auch die Fahrerausrüstung nicht vergessen. Doch bei all den Kontrollpunkten darf ein Blick auf die Reifen nicht übersehen werden. Sie gehören zu den sicherheitsrelevantesten Bauteilen am Bike, doch geraten oft aus dem Blick, so das Institut für Zweiradsicherheit (ifz).
Bodenhaftung, Fahrverhalten und die Sicherheit stehen und fallen mit guten Pneus im korrekten Zustand. Egal, ob man ganzjährig mit dem Zweirad unterwegs ist oder sein Gefährt nun zum Frühjahr ausmottet – ein genauer Blick sollte den Reifen gelten. Dabei wandern die Augen über die Laufflächen und die Seitenwände. Sind sie in gutem Zustand oder zeigen sich Verformungen, ist das Gummi porös oder zeigen sich Risse? Haben sich scharfkantiges Steinchen oder gar ein kleiner Nagel unbemerkt irgendwo eingedrückt? Alles gut?
Profil ist auch noch genug vorhanden? Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm. Bei Klein- und Leichtkrafträdern sind sogar nur mindestens 1,0 mm erforderlich. Das ifz rät aber zu deutlich größerem Sicherheitspuffer, also mehr Millimeter. Alles schick?
Ach so, das Reifenalter spielt auch eine Rolle – auch wenn noch genug Profil vorhanden ist. Denn die Elastizität nimmt zwangsläufig im Laufe der Jahre ab. Das führt laut ifz dazu, dass Reifen unabhängig von der Nutzung aushärten, spröde werden. Nach mehr als sechs Jahren fragt man am besten Fachleute, wie es um die Pneus bestellt ist und ob ein Austausch fällig wird.
Die DOT-Nummer an der Reifenflanke verrät das tatsächliche Alter des Reifens. Die letzten vier Ziffern der DOT-Kennung geben Produktionswoche und -jahr an. „3622“ etwa würde für die 36. Kalenderwoche des Jahres 2022 stehen.
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