Hinter dem Steuer seines Porsches wird ein 33-Jähriger geraume Zeit nicht mehr sitzen. Nicht nur, dass er sich am Freitag um kurz nach Mitternacht eine filmreife Verfolgung mit der Polizei lieferte, er war außerdem alkoholisiert und hatte keinen Führerschein.
Den Freitag, den 13., ließ ein Mann nicht allzu alt werden, bevor er sich richtige Schwierigkeiten einhandelte. Gegen 1.10 Uhr versuchte eine Streife der Verkehrspolizei, einen an der Anschlussstelle Ansbach von der Autobahn A6 abfahrenden Porsche Boxster S zu kontrollieren.
Der Fahrer beschleunigte auf der B13 auf circa 250 Stundenkilometer und flüchtete in das Stadtgebiet Ansbach. Auch dort, im Bereich der Philipp-Zorn-Straße, war er laut Polizeiangaben weiterhin mit etwa 150 Stundenkilometern unterwegs.
Zunächst schien sein gefährliches Manöver erfolgreich: Die Streife verlor ihn aus den Augen. Kurz darauf nahm eine Streife in der Bischof-Meiser-Straße erneut Sichtkontakt auf, als der Porsche in Richtung Promenade/Schalkhäuser Straße fuhr.
Bei der Fahndung kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Dessen Besatzung lokalisierte das Fahrzeug schließlich geparkt im Baustellenbereich der Schalkhäuser Straße; der Fahrer war zu Fuß geflüchtet. Wenig später traf ihn die Polizei aber und nahm ihn fest. Bei seiner Festnahme war der Beschuldigte deutlich alkoholisiert und verweigerte einen Atemalkoholtest. Den Fahrzeugschlüssel trug er noch bei sich.
Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt. Dem Fahrer, einem 33-Jährigen, wurde die Fahrerlaubnis bereits im September entzogen.
Die Ermittlungen ergaben, dass der 33-Jährige aus dem Raum Bamberg circa 120 Kilometer nach Ansbach gefahren war. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Porsche zur Vorbereitung der Einziehung sichergestellt.
Verkehrsteilnehmende, die durch den Porsche gefährdet wurden oder das Fahrverhalten beobachtet haben, bittet die Polizei dringend, sich unter Telefon 0981/3576574-0 bei ihr zu melden. An der Fahndung nach dem flüchtenden Porsche waren neben dem Polizeihubschrauber sechs Streifenbesatzungen verschiedener Dienststellen und Polizeieinheiten beteiligt.