Beim Wettbewerb Jugend forscht gingen mehrere Preise in die Region. Besonders die Berufliche Oberschule Ansbach und die Fach- und Berufsoberschulen Triesdorf waren äußerst erfolgreich. Dabei waren sie die einzigen Vertreter dieses Schultyps beim Regionalwettbewerb in Nürnberg.
Von der FOSBOS Ansbach wurden Ben Scheitl aus Mitteleschenbach und von der FOSBOS Triesdorf Leon Kohr für ihre Forschungsprojekte ausgezeichnet. Am Montag wird sie Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum im Ansbacher Schloss empfangen. Mit dabei ist dann auch Laura Hoffmann vom Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Windsbach.
Es gab natürlich noch weitere Schülerinnen und Schüler aus der Region, die ihre Arbeiten ebenfalls an der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg bei der 61. Ausgabe von „Jugend forscht“ in der Region präsentierten. Das Motto beim bedeutendsten deutschen Nachwuchswettbewerb für die Bereiche Mathematik, Arbeitswelten, Naturwissenschaften und Technik lautete „Maximale Perspektiven“.
Ben Scheitl aus Mitteleschenbach erreichte im Fachgebiet Chemie den ersten Platz. Damit qualifizierte sich der Schüler aus der FOS 13 Technik für die nächste Wettbewerbsrunde. Er untersuchte, ob kostengünstigere mineralische Materialien helfen können, Kunststoffabfälle effizienter in nutzbare Energieträger umzuwandeln. Leon Kohr (FOS 13) trat im Fachgebiet Physik an und stellte sein Projekt zur „Entwicklung eines Windkanals zur Untersuchung aerodynamischer Fähigkeiten von Insekten“ vor. Auch dafür gab es den 1. Preis. Mit dem selbst entwickelten Versuchsaufbau untersuchte er die Flugleistung verschiedener Insektenarten.
Im Fach Biologie zeigte Anna-Lena Capitain aus Weihenzell – sie besucht die FOS 13 mit der Fachrichtung Sozialwesen – ihre Arbeit „Untersuchung der Auswirkung des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre auf das Wachstum von Elodea densa“. Dafür gab es den Sonderpreis der Zeitschrift GEO. In ihrem Projekt analysierte sie mit Hilfe eines selbst gebauten Gastransportsystems und eines Wassersprudlers, wie unterschiedliche CO₂-Konzentrationen das Wachstum der Wasserpflanze beeinflussen.
Lisa Bachnik und Justine Knott, beide Bio- und Chemielehrkräfte der FOSBOS Ansbach, begleiteten die Seminararbeiten über sieben Monate und freuen sich über „die überdurchschnittlichen Leistungen”. „Besonders stolz sind wir über Schülerinnen, die aus der Mittelschule zu uns kommen, erfolgreich das Abitur ablegen und zu anspruchsvollen naturwissenschaftlichen Themen forschen.“
Im Bereich Biologie und Geowissenschaften präsentierten Teilnehmende der FOSBOS Triesdorf ganz unterschiedliche Themen: von der Extraktion von Nitrat aus Abwässern mithilfe von Wasserspinat (Leon Heyder, FOS 13) über eine Standortanalyse zur Insektenfreundlichkeit verschiedener Flächen (Lisa Jung, FOS 13) bis hin zum Vergleich von Spontangärung und Gärung mit Reinzuchthefen bei der Apfelweinherstellung (Lea Rösch, FOS 12). Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Analyse des Wirkungsgrades von Schafswolle als organischem Dünger (Tobias Hohenberger, FOS 13).
Lisa Jung und Leon Heyder konnten mit ihren Arbeiten sowohl zwei Drittplatzierungen als auch zwei Sonderpreise erreichen. Die beiden Projekte von Lea Rösch und Tobias Hohenberger wurden ebenfalls mit Sonderpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sonderpreis für Ressourceneffizienz und Zirkularität des Bundesumweltministeriums. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die betreuende Lehrkraft: Bianka Woigk. Sie erhielt den Betreuer-Sonderpreis. Mit großem Einsatz unterstützt sie junge Forschende dabei, eigene Fragestellungen zu entwickeln, wissenschaftlich zu arbeiten und ihre Ergebnisse überzeugend zu präsentieren, war die Begründung.
Gernot Helmreich, der Schulleiter beider Schulen gratulierte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Betreuungslehrkräften zu ihren Erfolgen und drückt Ben Scheitl und Leon Kohr die Daumen für die Teilnahme am Landeswettbewerb in München. „Wenn Jugendliche die Möglichkeit bekommen, eigene Fragen zu entwickeln und wissenschaftlich zu bearbeiten und von kompetenten wie engagierten Lehrkräften begleitet werden, entstehen beeindruckende Ergebnisse.”