Stabwechsel im Landgericht Ansbach: Die Nachfolge von Vizepräsident Claus Körner, der sich nach vielen Jahren im Dienst der Justiz in den Ruhestand verabschiedet, tritt zum 7. Oktober der gebürtige Ansbacher Matthias Held an.
Es ist nicht weniger als ein Einschnitt und Generationenwechsel: Claus Körner begann 1988 bei der Staatsanwaltschaft in Ansbach, ehe er ab 1992 als Richter und später als Vorsitzender des Schwurgerichts am Landgericht wirkte. Wie viele Verhandlungen er in dieser Zeit geleitet hat, weiß er selbst nicht. „Das kann man nicht mehr zählen“, sagte Körner, der sich künftig ins Privatleben zurückziehen will.
Sein Nachfolger im Amt des Vizepräsidenten und als Vorsitzender der Großen Strafkammer startete 2001 seine Tätigkeit für die bayerische Justiz bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Es folgten Stationen als Richter beim Amtsgericht Nürnberg und dem Landgericht Nürnberg-Fürth, ehe Held 2012 als Gruppenleiter zur Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zurückkehrte.
Im Jahr 2018 wurde Held laut Mitteilung der Justiz-Pressestelle zum Richter am Amtsgericht Fürth als weiterer aufsichtsführender Richter befördert. Er übernahm neben dieser Tätigkeit auch Verwaltungsaufgaben und leitete die dortige Pressestelle.
2021 wechselte Held als Oberstaatsanwalt zur Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg, wo er unter anderem als Pressesprecher für die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen tätig war.