Ein Absteiger ist bereits fix, ein weiterer wird noch gesucht, wenn am 3./4. Februar die Playdowns der 1. Basketball-Regionalliga Südost beginnen. Mit dabei ist der TTV Onlineprinters Neustadt.
Der Aufsteiger hat sich natürlich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt. Blickt man auf die Ausgangslage vor der Abstiegsrunde, kommt man zur Schlussfolgerung: Die TTVler können sich in aller Ruhe vorbereiten, sie führen nämlich die Tabelle an.
Eigentlich sollten acht Mannschaften in den Playdowns zwei Absteiger aus der 1. Regionalliga Südost ausspielen, jeweils vier aus den Gruppen Nord und Süd. Da im Norden die Regnitztal Baskets aber schon vor Monaten ihre Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hatten, steht die Truppe aus Strullendorf als erster Absteiger fest.
Somit kommen aus dem Norden nur drei Mannschaften: die Aschaffenburg Baskets, TTL Basketball Bamberg und die Niners Chemnitz II. Aus dem Süden sind neben Neustadt die TS Jahn München, der MTSV Schwabing und der VfL Treuchtlingen dabei.
Der Modus sieht vor, dass jede Mannschaft gegen die Teams aus der jeweils anderen Gruppe noch je zwei Spiele bestreitet. Diese Ergebnisse fließen in die Tabelle ein, in der schon vor dem Start ein paar Zahlen drinstehen: Alle Teilnehmer nehmen ihre Ergebnisse gegen die Playdown-Teilnehmer aus ihrer jeweiligen Gruppe mit. Beispiel TTV Neustadt: Der bringt es in den sechs Spielen gegen München, Schwabing und Treuchtlingen auf vier Siege und zwei Niederlagen, nun bestreitet die Truppe um Trainer Claus Winkelspecht noch sechs weitere Partien gegen Aschaffenburg, Bamberg und Chemnitz II.
Dabei ist zu beachten, dass die Liga-Verantwortlichen mit dem Rückzug von Regnitztal umgehen müssen. Es wurde so geregelt, dass deren Partien komplett aus der Wertung fliegen. Die Nord-Teilnehmer haben also nicht den Vorteil, zwei „geschenkte“ Siege in der Bilanz stehen zu haben.
Daraus folgt auch, dass die Nord-Mannschaften nur die Ergebnisse von vier Spielen mit in die Playdowns bringen, während es bei den Süd-Teams sechs sind. Dafür bestreiten Neustadt & Co. in den Playdowns nur sechs Partien, die Nord-Mannschaften hingegen deren acht, sodass am Ende alle auf zwölf Begegnungen kommen.
Ab 3. Februar ist jedes Wochenende ein Spieltag angesetzt, an Ostern und am folgenden Wochenende 6./7. April ist Pause. Der letzte Spieltag findet somit am 13. April statt – allerdings ohne den TTV Neustadt. Der hat da nämlich spielfrei und wird damit die Playdowns als erste Mannschaft abgeschlossen haben.
Der erste Gegner des TTV ist ein besonderer: die Niners Chemnitz II (Sonntag, 4. Februar, 15.30 Uhr). Deren erste Mannschaft ist aktuell Tabellenführer der Basketball-Bundesliga, noch vor großen Vereinen wie Bayern München, ratiopharm Ulm oder Alba Berlin. Die zweite Garnitur hingegen hat in der Vorrunde der 1. Regionalliga nur ein Spiel gewonnen.
Mit der Fahrt nach Chemnitz bringen die Neustädter nicht nur gleich zum Auftakt ihre längste Auswärtsfahrt hinter sich, es wird auch eine Reise ins Ungewisse, wie Coach Winkelspecht vermutet, der sich schon mit den neuen Gegnern beschäftigt hat.
So hätten sich die Chemnitzer im Januar noch mit einem ProB-Spieler für den Abstiegskampf verstärkt. Außerdem seien einige Bundesliga-Spieler in der Reserve spielberechtigt. „Ich denke, die werden mit der vollen Kapelle gegen uns auflaufen.“
Gewisse Erfahrungen hat der TTV mit TTL Basketball Bamberg, gegen den man mal ein Testspiel bestritten hat. „Aber die haben sich auch weiterentwickelt“, meint Winkelspecht. Aschaffenburg sei ein gänzlich unbekannter Gegner. Doch der Coach nimmt es gelassen: „Mal abwarten, was kommt.“