Im vierten Heimspiel im Jahr 2026 spielte Fußball-Regionalligist SpVgg Ansbach erstmals unentschieden. 1:1 endete die Partie gegen den VfB Eichstätt. Das Ergebnis passte gut zu den Leistungen beider Teams.
Das fand auch Niklas Reutelhuber: „Ein gerechtes Ergebnis”, so der Ansbacher Trainer, der eine klare Leistungssteigerung bei seiner Elf feststellte.
Die Begrüßungen beim Wochentagsspiel fielen bei dem einen oder anderen etwas intensiver aus als sonst. Beide Mannschaften kennen sich aus diversen Liga- und Testspielen in den letzten Jahren gut.
Man hat auch schon Personal ausgetauscht. Reutelhuber war einst für den VfB am Ball, zusammen mit aktuellen VfB-Kickern wie Florian Lamprecht oder Lucas Schraufstetter. Mit Florian Grau gehört ein langjähriger SpVgg-Akteur zum Trainerteam beim VfB.
Zur neuen Saison wechselte Johannis Zimmermann von Eichstätt nach Ansbach. Gegen seine alten Kameraden durfte der Verteidiger wie schon im Hinspiel von Beginn an ran.
Nur eine von fünf Veränderungen in der Ansbacher Startelf gegenüber der 1:2-Niederlage beim TSV Aubstadt. Im Tor stand erstmals Winterneuzugang Jan Mottl. Stammkeeper Heiko Schiefer, zuletzt mehrfach nicht fehlerlos, berichtet von einer Knöchelverletzung, die ihn behindere.
Außerdem neu ins Team rückten Ken Mata, Björn Agermeier und Nico Hayer. Draußen blieben zunächst Luis Althaus, Ben Müller, Lukas Schmidt und Sven Landshuter.
Beim 2:2 im Hinspiel hatten Niklas Seefried und Björn Angermeier die Tore für Ansbach erzielt.
Anders als die Ansbacher hat Eichstätt das Saisonziel im Grunde schon erreicht. „Jetzt zu diesem Zeitpunkt schon 40 Punkte zu haben, ist für einen Verein wie den VfB Eichstätt der Wahnsinn. Das freut mich für alle Beteiligten. Wir lassen aber keinen Millimeter nach – und wollen deshalb auswärts in Ansbach die nächsten drei Zähler holen“, meinte Trainer Dominik Haußner vor dem Spiel.
Der Aufsteiger hatte durch den agilen Pascal Schittler die erste torgefährliche Situation, dessen Schuss knapp über die Latte ging. Ein langer Ball von Zimmermann, ein gerne genutztes Mittel in der ersten Hälfte, brachte Dino Nuhanovic in Position, doch der Winkel für einen erfolgreichen Abschluss wurde zu spitz. Auf der rechten Außenbahn setzte Mata zu mehreren schönen Dribblings an, die allerdings nicht zu Torchancen führten.
Es waren die wenigen Höhepunkte einer ansonsten eher ereignislosen ersten Hälfte. Die erste gute Szene der zweiten Hälfte war ein Freistoß von Mata, der knapp übers Tor ging.
Eine Eckballvariante brachte den Eichstätter Daniel Hofrichter in Position, dessen Fallrückzieher allerdings ebenfalls knapp übers Tor ging.
Ein Handelfmeter bei einer Abwehraktion gegen Patrick Kroiß gab dem Spiel nach gut einer Stunde eine neue Richtung. Eric Weeger verwandelte sicher vom Punkt. Bereits das neunte Saisontor des Ansbacher Abwehrchefs.
Die Torraumszenen häuften sich im zweiten Durchgang. Der Ausgleich gelang den Eichstättern mit einem Fernschuss. Lorenz Rachinger nahm einen abgewehrten Ball direkt und traf aus mehr als 20 Metern – ein Traumtor (80.).
„So ein schönes Gegentor habe ich wohl noch nie bekommen”, sagte Mottl zu der Szene in der 80. Minute. Er hat schon sehr lange keine Gegentore mehr bekommen. Das Spiel gegen Eichstätt war das erste Pflichtspiel seit rund eineinhalb Jahren für den 20-Jährigen.
„Null Chance, da kann er gar nichts machen”, nahm Reutelhuber jede Verantwortung für den Gegentreffer von seinem Torhüter, „ich bin mit der Leistung von Jan sehr zufrieden”.
Am Ostermontag, 6. April, gastiert die SpVgg Ansbach beim TSV Buchbach (14 Uhr).
SpVgg Ansbach: Mottl – Oberseider, Weeger, Zimmermann (76. Althaus), Manz – Angermeier (86. Schmidt), Dietrich – Mata (88. Sen), Hayer, Nuhanovic – Kroiß.
VfB Eichstätt: Sauernheimer – Rachinger, Bösl, Grimm, Lamprecht – Schraufstetter, Hofrichter – Beusch (76. Kuqanaj), Schittler, Nitaj – Meixner.
Tore: 1:0 Weeger (68. Minute/Handelfmeter), 1:1 Rachinger (80.).
Gelb: Oberseider, Zimmermann – Hofrichter
Zuschauer: 1523.
Schiedsrichter: Leonhard Burghartswieser (TSV Bodenmais).