Weiter geht es im hohen Takt: Am Mittwoch, 1. April, bestreitet die SpVgg Ansbach ihr viertes Spiel binnen zwölf Tagen in der Fußball-Regionalliga Bayern. Zu Gast im heimischen Xaver-Bertsch-Sportpark (19 Uhr) ist mit dem VfB Eichstätt ein Aufsteiger, der einen erfolgreichen Spielstil gefunden hat.
Eichstätt (6. Platz/40 Punkte) war schon überraschend gut in die Saison gestartet und hatte die SpVgg (11./33) zum Hinspiel sogar als Tabellenzweiter empfangen. 2:2 endete die Partie im September 2025, wobei die Ansbacher das Pech hatten, in der 95. Minute den Ausgleich per Strafstoß zu kassieren.
Wie stabil sich der VfB auch Monate später noch präsentiert, zeigte er vor wenigen Tagen mit einem 1:1 gegen die hoch favorisierten Würzburger Kickers. Damit erreichte der Verein die magische 40-Punkte-Marke. So langsam traut man sich im Altmühltal deshalb auch, davon zu reden, das Saisonziel Klassenerhalt erreicht zu haben.
Der amtierende Meister der Bayernliga Nord sammelte die Hälfte seiner Punkte auf fremden Plätzen und hat nur sechs von 24 Partien verloren. Knapp über drei Viertel der 39 Saisontore verteilen sich auf die Schultern von vier Spielern: Lucas Schraufstetter (10), Pascal Schittler (8), Kevin Mutove und Ferat Nitaj (beide 6). Basis des Erfolgs ist jedoch eine gut sortierte Defensive, die mit 26 Gegentoren zur Spitze der Liga gehört. „Da werden wir nicht viele Chancen bekommen”, prophezeit SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber.
Den Rest des VfB-Stils erklärt er so: „Sie sind in einigen Dingen überdurchschnittlich gut: Körperlichkeit, Wucht, Standards, Boxbesetzung.” Das imponiert Reutelhuber, der selbst schon für Eichstätt gespielt hat: „Sie beschränken sich auf ihre Art und Weise. Das klingt vielleicht negativ, so soll es aber nicht klingen. Sie wissen, was sie können, und sie spielen eine sehr gute Saison.”
Für seine Mannschaft werde es wieder darum gehen, „körperlich am Anschlag” zu sein. Dass es angesichts der vielen Spiele in wenigen Tagen – schon am 6. April folgt das nächste – Probleme mit der Fitness geben könnte, glaubt der Coach nicht. „Die allermeisten Spieler sind sehr fit. Am ehesten fängt man im Kopf an, müde zu werden.”
Auch den schwachen Auftritt bei der jüngsten 1:2-Niederlage in Aubstadt will Reutelhuber nicht auf die Fitness schieben. „Das war nichts Körperliches, auch nichts Mentales. Wir waren fußballerisch nicht so gut. Wir waren als Kollektiv an diesem Tag einfach nicht gut genug.”
Das hat zum Teil damit zu tun, dass sein Team sich viel zu viele Ballverluste in den falschen Momenten leistete und dann hinterherlaufen musste. „Wir hatten zu wenig Kontrolle. Wir werden zwar gegen Eichstätt nicht 90 Minuten die Kontrolle haben, weil das einfach eine gute Mannschaft ist. Aber es würde uns natürlich helfen.”
Falls das gelingt, dann könnte die SpVgg ihre Bilanz gegen Eichstätt möglicherweise weiter aufbessern. In 14 Duellen gab es bisher sieben Siege, vier Niederlagen und drei Unentschieden. Zuletzt gab es jenes 2:2 im Hinspiel, das ein offener Schlagabtausch war, in dem Ansbach lange wie der Sieger aussah. Fürs Rückspiel sieht Reutelhuber die Chancen 50:50.
Falls es in aufreibenden 90 Minuten doch irgendwann auf die Energiereserven ankommen sollte, dann kann der Ansbacher Trainer immerhin aus einem großen Spielerpool schöpfen. Mirko Puscher fehlt zwar weiterhin verletzt und Matthias Hahn ist angeschlagen, aber der Rest ist fit. Auch der gegen Aubstadt erkrankte Ersatztorhüter Jan Mottl kehrt zurück.