Nichts wurde es für die Basketballer von hapa Ansbach mit dem erneuten Finaleinzug. Das dritte und entscheidende Halbfinalduell gegen TS Jahn München war noch enger als die ersten beiden, doch am Ende hatten die Gastgeber mit 81:84 (40:46) das Nachsehen.
Die Ansbacher mussten unerwartet auf ihren Aufbauspieler Raul Dumnici verzichten, dessen leichte Verletzung keinen Einsatz zuließ. Dennoch hatten sie ebenso wie ihre Gäste aus München zwölf Spieler auf dem Bogen. Die Halle war auf der Tribüne wie unten am Spielfeldrand bis auf den allerletzten Platz gefüllt. Auch die Münchner hatten eine gut ausgerüstete Fangemeinde mitgebracht. Die Lärmhoheit lag trotzdem auf Seiten der Gastgeber, für die das Spiel wie schon die ersten beiden Duelle nicht nach Wunsch begann.
Zwar erzielte Joscha Eckert mit einem Korbleger die ersten beiden Punkte, doch nach drei Minuten stand es 2:10. Wieder machten es die Münchner mit ihrer harten Verteidigung den Ansbachern schwer, ins Spiel zu finden. Diese hielten aber dagegen und gingen nach einem 10:0-Lauf selbst wieder mit 16:13 in Führung. Gästetrainer Hagen Schmidt nahm eine Auszeit. Im Anschluss fing sich sein Team wieder und mit einem Buzzerbeater von der Dreierlinie beendete Sebastian Hubrich das erste Viertel zum 22:24.
Auch der Start in den zweiten Abschnitt gelang dem Jahn besser. Bereits nach zwei Minuten beim 22:28 benötigte nun Ansbachs Coach Nico Probst eine Auszeit. In der 16. Minute war der Rückstand dennoch erstmals zweistellig (26:36). Nichts ging den Piranhas leicht von der Hand, dafür ließ ihnen der Jahn einfach keinen Raum. Mit viel Energie kamen sie bis zur Halbzeit nur noch auf 40:46 heran. Doch das kannten sie ja schon aus Spiel eins (das sie beim 79:90 nicht mehr drehen konnten) und aus Spiel zwei in München (das sie noch in einen 101:91-Sieg verwandelten).
Dass Ansbach in der gesamten ersten Halbzeit keinen einzigen von sieben Dreierversuchen traf, war allerdings neu. München hatte acht von 16 Würfen verwandelt. Um das Ergebnis zu drehen, musste sich vor allem das ändern. Der erste Dreier für Ansbach fiel 40 Sekunden nach Wiederbeginn, abermals durch Eckert, im Rückwärtsfallen. Die Turnerschaft setzte sofort zwei dagegen.
In der 28. Minute glich Bastian Doreth mit seinem zweiten Distanztreffer kurz nacheinander zum 57:57 aus. Nach dem ersten Dreier von Topscorer Sebastian Schröder (15 Punkte) führten die Gastgeber mit 64:59. Die Stimmung in der Halle war am Siedepunkt. Am Ende des dritten Viertels lautete das Dreierverhältnis 4:12, der Spielstand 67:62.
Und auch der Start in den Schlussabschnitt gelang diesmal den Piranhas besser, die 65 Sekunden später mit 74:62 vorne lagen. Die Gäste zeigten Nerven: ein Pass ins Aus und ein Schrittfehler ihres Besten Jannis Grußendorf (18 Punkte). Nach einem technischen Foul gegen Probst waren sie dennoch wieder auf sechs Punkte dran. Bis zwei Minuten vor Schluss verteidigten die Piranhas den Vorsprung, dann kippte die Partie erneut. Grußendorf brachte sein Team wieder in Führung, nach dem 79:82 von Mateo Jukic nahm Probst eine Auszeit.
Ein Distanzwurf von David Kurpiela eine Minute vor Ende verfehlte das Ziel. Lars Lenke traf kurz darauf zum 81:82, Daniel Urbano erhöhte mit zwei Freiwürfen wieder. Noch 22 Sekunden. Der letzte Angriff stand dann sinnbildlich für die gesamte Serie. Die Münchner verteidigten extrem intensiv gegen den Spielaufbau von Eckert und Schröder, sodass es nur noch zu einem Notwurf von Nino Neubert reichte. Dieser landete am Ring, die Saison für hapa Ansbach war beendet. Jahn München bestreitet das Finale gegen Culture City Weimar/Jena II.
hapa Ansbach: Eckert (11 Punkte, 1 Dreier, 31:09 min Einsatzzeit), Schnabel (7, 1, 20:25), Kurpiela (7, 24:03), N. Neubert (7, 25:54), Imberi (5, 10:49), Lenke (11, 20:32), Doreth (8, 2, 13:43), Schmidt (8, 16:19), T. Neubert (1:49), Schröder (15, 2, 32:23), Nzeocha (2, 2:41), Stüben.
Beste Werfer München: Grußendorf (18, 3), Urbano (17, 2), Jukic (14, 1), Voit (12, 4), Hubrich (11, 2).
Viertelergebnisse: 22:24, 18:22, 27:16, 14:22.