SpVgg Ansbach gegen Buchbach: Oft treffen die Verteidiger | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.04.2026 15:35

SpVgg Ansbach gegen Buchbach: Oft treffen die Verteidiger

Er ahnt, was gleich passiert und freut sich darauf: Der Ansbacher Patrick Kroiß jubelt über den gepfiffenen Elfmeter im Spiel gegen Eichstätt, die Gegenspieler sind entsetzt (links Lucas Schraufstetter, rechts Alexander Beusch). (Foto: Martin Rügner)
Er ahnt, was gleich passiert und freut sich darauf: Der Ansbacher Patrick Kroiß jubelt über den gepfiffenen Elfmeter im Spiel gegen Eichstätt, die Gegenspieler sind entsetzt (links Lucas Schraufstetter, rechts Alexander Beusch). (Foto: Martin Rügner)
Er ahnt, was gleich passiert und freut sich darauf: Der Ansbacher Patrick Kroiß jubelt über den gepfiffenen Elfmeter im Spiel gegen Eichstätt, die Gegenspieler sind entsetzt (links Lucas Schraufstetter, rechts Alexander Beusch). (Foto: Martin Rügner)

„Ich habe mich mega gefreut über meinen ersten Einsatz”. Für Jan Mottl war das 1:1 der SpVgg Ansbach in der Fußball-Regionalliga gegen den VfB Eichstätt ein besonderes Erlebnis. Ob der Torhüter auch im Auswärtsspiel am Montag, 6. April, beim TSV Buchbach (14 Uhr) wieder zwischen den Pfosten steht, ist noch offen.

Der Wechsel auf der Torhüterposition beim Wochentagsspiel kam doch etwas überraschend, zumal Winter-Neuzugang Mottl im Spiel zuvor beim TSV Aubstadt (1:2) noch erkrankt gefehlt hatte und seinen Platz auf der Bank Lukas Peterson überlassen musste.

Vier Tage später stand Mottl dann für Stammkeeper Heiko Schiefer im Tor. Eine Spätfolge des Aubstadt-Spiels. Schiefer hat seit einiger Zeit Probleme am Knöchel, die sich nach einem Zusammenprall mit Riko Manz vor dem zweiten Gegentor in Aubstadt verschlimmerten. Daher der Wechsel.

Oberseider fehlt wegen Gelb-Sperre

Wer die Nummer eins in Buchbach sein wird, lässt SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber zwei Tage nach dem Spiel gegen Eichstätt und vor dem Abschlusstraining noch offen. Sicher ist dagegen, dass er Lukas Oberseider ersetzen muss. Der kopfballstarke Abwehrspieler, meist als Innenverteidiger eingesetzt, war gegen Eichstätt als rechtes Glied der Abwehrkette aufgeboten und muss nach seiner fünften Gelben Karte aussetzen. Luis Althaus ist ein aussichtsreicher Kandidat für den freien Platz.

Im zweiten von insgesamt sechs Spielen im April treffen die nullneuner auf einen Gegner in ausgezeichneter Verfassung. „Das wird wieder ein 50:50-Spiel”, sagt Reutelhuber, „wir müssen defensiv wieder ähnlich gründlich arbeiten wie gegen Eichstätt”.

Sechs Spiele ohne Niederlage

Buchbach ist in sechs Spielen in diesem Jahr ungeschlagen und feierte zuletzt einen 1:0-Erfolg bei Titelanwärter SpVgg Unterhaching. Der Verlauf der Partie erinnerte an den 1:0-Coup der Ansbacher wenige Wochen zuvor gegen Unterhaching. Eine überzeugende Abwehrleistung wurde durch ein spätes Tor veredelt. Für Ansbach traf Dino Nuhanovic in der 85. Minute, für Buchbach war nun Samed Bahar in der 85. Minute erfolgreich. Der siebte Saisontreffer des Rechtsverteidigers.

Torhungrige Verteidiger

Auch in dieser Hinsicht ähneln sich beide Teams, hat Ansbach doch in Eric Weeger ebenfalls einen torhungrigen Verteidiger, der per Elfmeter gegen Eichstätt sein neuntes Saisontor erzielte. Bahar und Weeger haben in den letzten beiden Vergleichen ihrer Teams jeweils getroffen. Das Hinspiel gewann Ansbach 3:1. In der Vorsaison gab es in Buchbach ein 1:1.

Während Abwehrchef Weeger der beste Torjäger seines Teams ist, führt beim TSV ein echter Stürmer mit ebenfalls neun Toren diese Rangliste an: Tobias Stoßberger.

Trainerwechsel im Winter

Aus Gastspielen in der SMR-Arena brachte Ansbach bislang zwei Unentschieden mit. Im ersten Regionalliga-Jahr gab es dort eine 2:4-Niederlage. Im Hinspiel in Ansbach coachte noch Aleksandro Petrovic die Buchbacher. Der wechselte in der Winterpause in den Trainerstab der SpVgg Greuther Fürth. Nach 15 Jahren beim TSV nahm der 37-jährige A-Lizenz-Inhaber diese Chance wahr und sorgte damit für betriebsame Wochen bei den Buchbacher Funktionären.

Als Nachfolger wurde schließlich Marc Unterberger installiert. Der 37-jährige Fußball-Lehrer war lange bei der SpVgg Unterhaching tätig, zunächst in der Nachwuchsarbeit und zuletzt in der Drittliga-Saison 2024/25. Auffällig ist, dass die Abwehr besser steht als in der ersten Saisonhälfte. Unter Unterberger gab es weniger als ein Gegentor im Schnitt pro Spiel.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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