Merkendorf: Mehr als nur die Sanierung der Bundesstraße 13 | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 15.03.2024 16:59

Merkendorf: Mehr als nur die Sanierung der Bundesstraße 13

Die Zufahrt zum Merkendorfer Energiepark ist stellenweise bereits stark beschädigt. Die Stadt will die Straße mit einer neuen Deckschicht versehen, wenn im Herbst ohnehin die Bundesstraße neu gemacht wird. Allerdings wird das auch Einschränkungen für die ansässigen Unternehmen bringen. (Foto: Robert Maurer)
Die Zufahrt zum Merkendorfer Energiepark ist stellenweise bereits stark beschädigt. Die Stadt will die Straße mit einer neuen Deckschicht versehen, wenn im Herbst ohnehin die Bundesstraße neu gemacht wird. Allerdings wird das auch Einschränkungen für die ansässigen Unternehmen bringen. (Foto: Robert Maurer)
Die Zufahrt zum Merkendorfer Energiepark ist stellenweise bereits stark beschädigt. Die Stadt will die Straße mit einer neuen Deckschicht versehen, wenn im Herbst ohnehin die Bundesstraße neu gemacht wird. Allerdings wird das auch Einschränkungen für die ansässigen Unternehmen bringen. (Foto: Robert Maurer)

Wenn das Staatliche Bauamt ab dem Spätsommer die B13 nördlich und südlich von Merkendorf (Landkreis Ansbach) in Stand setzt, wird die Stadt eine ganze Reihe an Sanierungsmaßnahmen gleich mit erledigen lassen. Die größte davon wird die Zufahrt zum Gewerbegebiet Triesdorf-Bahnhof.

Auf sieben Kilometern bekommt die Bundesstraße zwischen Leidendorf und der Grenze mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen für rund 2,9 Millionen Euro eine neue Fahrbahndecke. Die ersten Arbeiten werden noch im August an der Staatsstraße 2220 zwischen Triesdorf und der B13 erledigt. Die Arbeiten an der Bundesstraße selbst sollen dann mit Beginn des neuen Schuljahres starten, kündigte Christian Krach vom Ingenieurbüro Christofori und Partner nun an.

Umleitungen werden spannend

Das Staatliche Bauamt habe versichert, dass die Bahnbrücke bei Großbreitenbronn bis zur Jahresmitte fertiggestellt ist, so dass diese Strecke als Ausweichroute zur Verfügung stehen wird, so Krach. Bis Jahresende soll die Fahrbahndecke in fünf Bauabschnitten erneuert werden. Hierzu wird die Bundesstraße abschnittsweise komplett gesperrt. Vor allem zum Ende hin, wenn die Zufahrt zum Energiepark und die Ortsdurchfahrt von Merkendorf betroffen sind, wird es mit den Umleitungen spannend, weil Betriebe und Anwohner einbezogen werden müssen.

Die Stadt, das Staatliche Bauamt und die Planer vom Ingenieurbüro wollen die Betroffenen bei einer eigenen Veranstaltung Anfang April im Merkendorfer Bürgerzentrum informieren. Der Termin soll nicht öffentlich sein, die Betroffenen erhalten eine schriftliche Einladung.

Von Bordsteinen bis zu Kanalbrüchen

Die Stadt wird die Straßensanierung mit verschiedenen kleinen Maßnahmen flankieren. So sind Arbeiten an den Gehwegen im Bereich Hirschlacher und Heglauer Straße sowie Am Sportplatz vorgesehen. Auch die Einmündung der Straße Am Wiesengrund soll in Stand gesetzt und aufgeweitet werden, weil hier immer wieder Lkw am Bordstein hängen bleiben.

Richtung Willendorf will die Stadt etwas mehr als nur den direkten Einfahrtsbereich machen lassen. Außerdem soll die Gelegenheit genutzt werden, um verschiedene Kanalbrüche und -schäden zu reparieren. Die einzelnen Maßnahmen kosten zwischen knapp 7000 und fast 60.000 Euro.

Der größte Brocken ist die Zufahrt zum Energiepark, die mehr als 130.000 Euro kosten wird. Die Straßendecke hat hier etliche Risse und Löcher. Das Bankett neben der Straße ist stark in Mitleidenschaft gezogen, weil Lastwagen zu weit nach rechts kamen. Krach schlägt deshalb den zusätzlichen Einbau von Rasengitterplatten vor.

„Uns ist auch bewusst, dass das eine Herausforderung wird”

Hier wird zwar irgendwann die Anbindung einer Ortsumfahrung von Merkendorf an die Bundesstraße erfolgen. Doch so lange könne man nicht warten, machte Bürgermeister Stefan Bach (Bürgerforum) klar. „Das hält nicht mehr bis dahin.“

Günther Simon (Bürgerallianz) wies auf das Problem der Zufahrt zum Energiepark hin. Planer Krach stimmte zu, dass dies nicht einfach werde, doch gebe es die Alternative über Neuses. Allerdings ist diese Zufahrt wegen der Bahnunterführung höhenbeschränkt. Deshalb sei es enorm wichtig, sich mit den Firmen im Gewerbegebiet abzustimmen, meinte der Bürgermeister. „Uns ist auch bewusst, dass das eine Herausforderung wird.“

In Summe kommen alle Maßnahmen auf fast 360.000 Euro, rechnete Christian Krach im Stadtrat vor. Immerhin sind das Bruttopreise und auch die Baunebenkosten sind bereits einkalkuliert. Trotz des hohen Gesamtbetrages führe kein Weg daran vorbei, die Maßnahmen nun durchzuführen, betonte Herbert Argmann (Bürgerforum). Auch die übrigen Stadträte sprachen sich klar für alle Einzelprojekte aus und stimmten geschlossen dafür, alle vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen anzugehen.

north