Die Gemeinde Gerolfingen übernimmt die Trägerschaft für das Projekt „JugendLager – Raum für Zukunft“. Konkret geht es um die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Lagerhauses in der Ortsmitte von Gerolfingen für Zwecke der Landjugend. Den Arbeitstitel hatte Anna Rathsmann von der Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg (ERH) gewählt.
In der Sitzung des Gemeinderates erläuterte Bürgermeister Karl Fickel den Förderantrag, der nach intensiven Gesprächen mit der ERH, Landjugendvertretern und Manfred Walter, Geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Landjugend (ELJ) Pappenheim, zustande kam. Eine schnelle Umsetzung ist laut Fickel auch im Sinne der Gemeinde. Das lasse sich jedoch nur durch Übernahme der Maßnahmenträgerschaft durch die Kommune realisieren.
Die Räumlichkeiten sollen langfristig an die Landjugend vermietet werden. Der Bürgermeister schlug zudem vor, den Planungs- und Baubegleitungsauftrag an Christian Ertl aus einem Herrieder Stadtteil zu vergeben. Mit diesem habe die Gemeinde bereits beim Ausbau des Hesselberg-Kiosks zusammengearbeitet. Die Gesamtkosten wurden auf 508.122 Euro beziffert. Es wird eine Förderung von 60 Prozent erwartet.
Endgültig entschieden wird hierüber allerdings erst bei einer Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Region Hesselberg am 6. Mai. Dazu sollte, wie es hieß, ein positiver Gemeinderatsbeschluss vorliegen. Einstimmig votierte das Gerolfinger Gremium schließlich für diese Vorgehensweise.
An ein Ansbacher Ingenieurbüro wurde der Auftrag für eine Netzanalyse zur Mischwasserbehandlung erteilt, welche die Gemeinden Gerolfingen, Röckingen und Wittelshofen umfasst. Der Angebotspreis lag bei 103.535 Euro. Das gab Fickel aus dem nichtöffentlichen Teil bekannt. Eine stärkere Zusammenarbeit im Abwasserbereich soll angestrebt werden, hieß es dazu.
Zugestimmt hat der Gemeinderat einer Baumaßnahme des Energieversorgers für eine Starkstromleitung von Wassertrüdingen bis Gerolfingen auf der künftigen Trasse des staatsstraßenbegleitenden Radweges und von dort aus weiter in Richtung Aufkirchen. Allerdings ist geplant, dass die Kabelverlegung östlich der Gerolfinger Kläranlage mit Querung der Wörnitz erfolgen soll. Sollte eine Erweiterung der Kläranlage notwendig werden, müsste das Erdkabel auf Kosten des Energieversorgers umgelegt werden, wurde im Beschluss festgehalten.
Ein Fachbüro für Regionalentwicklung mit Sitz in München wird ab März 2026 für die kommenden zwei Jahre die Umsetzungsbegleitung der ILE Hesselberg-Limes betreuen, hat eine Ausschreibung ergeben. Fickel erinnerte, dass die Gemeinde Dürrwangen als elftes Mitglied der ILE beigetreten ist und deshalb ein neuer öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen wurde. Die jährlichen Kosten für die Umsetzungsbegleitung betragen für Gerolfingen 1800 Euro.
Dem Antrag des Gerolfinger Schützenvereins zur Unterstützung der Jugendarbeit mit sachgemäßer Schießbekleidung wurde mit einem zehnprozentigen Zuschuss in Höhe von 135 Euro zugestimmt. Als „absolut erfreulich“ beschrieb Fickel, dass sich Alexander Ballheimer zur Betreuung der Kneipp-Anlage bei der Wunibaldquelle bereiterklärt habe.
Bei der Dorferneuerung Aufkirchen werden, wie es hieß, demnächst weitere Bauarbeiten für die Wasserleitung und den Kanal abgeschlossen. Auch die langersehnte Vergabe der Straßenausbauarbeiten vom Rathaus bis zum Sportplatz erfolge nun durch den Verband für Ländliche Entwicklung.