Geplanter Bürgerbus und ein neuer Radweg: Diese Projekte treibt Gebsattel voran | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.05.2026 15:00

Geplanter Bürgerbus und ein neuer Radweg: Diese Projekte treibt Gebsattel voran

Entlang der Kreisstraße von Gebsattel nach Neusitz soll ein Radweg entstehen. (Foto: Cedric Sterner)
Entlang der Kreisstraße von Gebsattel nach Neusitz soll ein Radweg entstehen. (Foto: Cedric Sterner)
Entlang der Kreisstraße von Gebsattel nach Neusitz soll ein Radweg entstehen. (Foto: Cedric Sterner)

In der Sitzung des Gemeinderats standen neben aktuellen Sachständen zu Infrastrukturprojekten auch organisatorische Themen und ein besonderer Abschied im Mittelpunkt. Bürgermeisterin Elisabeth Stammler eröffnete die Versammlung und führte durch die Tagesordnung.

Ein zentrales Thema war der Sachstand zum geplanten ILE-Bürgerbus. Für den künftigen Betrieb wurden inzwischen zwei Fahrzeuge verbindlich bestellt, von denen eines behindertengerecht mit Rampe ausgestattet ist: ein Ford Torneo und ein Ford Transit. Die Auslieferung wird in den kommenden Monaten erwartet. Parallel dazu laufen die Planungen der organisatorischen Grundlagen. Dazu zählen unter anderem die Anschaffung einer Dispositionssoftware zur Einsatzplanung, die Koordination der Fahrten und die Verwaltung der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer.

Zehn Ehrenamtliche für den Fahrdienst

Für die Gemeinde Gebsattel entstehen dabei voraussichtlich Kosten von rund 2800 Euro; zusammen mit weiteren Ausgaben, etwa für Software und Arbeitskleidung, wird derzeit von Gesamtkosten von rund 4500 Euro ausgegangen. Rund zehn Ehrenamtliche stehen bereits als Fahrdienst zur Verfügung. Wann der Bürgerbus tatsächlich den Betrieb aufnehmen kann, hängt maßgeblich von der Lieferung der Fahrzeuge ab, hieß es in der Sitzung. Von Gemeinderätin Elke Streng kam zudem der Vorschlag, die Fahrzeuge mit einer Bedruckung zu versehen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und weitere Ehrenamtliche zu gewinnen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem geplanten Radweg entlang der Kreisstraße AN33 zwischen Gebsattel und Neusitz. Bei einem Abstimmungstermin mit dem Staatlichen Bauamt und betroffenen Grundstückseigentümern wurde deutlich, dass der Grunderwerb in der Nachbargemeinde Neusitz bereits abgeschlossen ist, in Gebsattel jedoch noch aussteht. Das Landratsamt betonte die Dringlichkeit, die noch offenen Verhandlungsprotokolle zeitnah zu unterzeichnen und zurückzusenden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass statt eines vollwertigen Ausbaus lediglich eine bestandsorientierte Lösung umgesetzt werde, mit entsprechenden Nachteilen für die langfristige Verkehrsentwicklung.

Radweg soll bis zur Ziegelstraße fortgeführt werden

Geplant ist unter anderem, den Radweg innerorts bis zur Ziegelstraße auf der Straße als Schutzstreifen weiterzuführen und entsprechend zu markieren, ähnlich wie in Lohr. Zusätzlich soll das Ortseingangsschild um 50 Meter versetzt werden. Die Gemeinde will sich außerdem beim Landratsamt für eine Geschwindigkeitsreduzierung im Ortseingangsbereich einsetzen, etwa in Form einer Tempo-30-Zone. Ergänzend sind ein Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite sowie eine Querungshilfe vorgesehen. Die Planungen befinden sich jedoch noch nicht im endgültigen Stadium.

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Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurde unter anderem über die Abrechnung von Feuerwehreinsätzen im Rahmen der Rechnungsprüfung berichtet. Für das Jahr 2026 wurden dafür bislang rund 4200 Euro abgerechnet, nur noch wenige Fälle stehen aus. Fördermittel aus dem Regionalbudget werden unter anderem für die Erweiterung der Küche und zusätzlichen Stauraum im Dorfgemeinschaftshaus Bockenfeld, die Anschaffung eines öffentlichen Bücherschranks sowie einen Anbau an die Musikhalle des Musikvereins Gebsattel erwartet.

Hochwasserschutz an den Tauberbrücken verbessert

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wurden Maßnahmen an den Tauberbrücken umgesetzt. Die ausführende Firma führte dabei Ausbaggerungsarbeiten durch, um den Wasserabfluss zu erleichtern. Insbesondere an der Brücke in der Weißengasse habe sich der Zugang als schwierig gestaltet, hieß es in der Sitzung, so dass die Arbeiten nur eingeschränkt möglich waren. An der Tauberbrücke selbst verliefen die Arbeiten hingegen planmäßig. Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich auf rund 3400 Euro und lagen damit deutlich unter der ursprünglichen Kostenschätzung von knapp 5000 Euro.

Ein Blick auf den vergangenen Winter zeigte deutlich gestiegene Kosten für den Winterdienst. Für die Saison 2025/2026 fielen rund 22.800 Euro an, im Vorjahr waren es noch etwa 10.100 Euro. Ursächlich seien vor allem die deutlich höheren Stundenzahlen sowie ein gestiegener Salzverbrauch. „Das ist viel Geld, das man da im Winter ausgibt“, so Stammler. Um Kosten zu senken, sollen im Sommer Angebote für Streusalz eingeholt werden. Aus dem Gremium kam zudem der Vorschlag, künftig gemeinsam mit anderen Gemeinden einzukaufen, um beim Transport und Einkauf zu sparen.

Aus der Bürgerversammlung ergaben sich noch weitere Punkte, unter anderem wurde dort berichtet, dass sich der Weg zum Bahndamm an der Rothenburger Straße in einem sehr schlechten Zustand befindet. Eine Sanierung ist derzeit schwierig, soll jedoch im Rahmen der Dorferneuerung geprüft und in die Planung mit aufgenommen werden. Außerdem wurde eine Kosten-Nutzen-Rechnung für den Kauf des VR-Bank-Gebäudes angeregt, diese soll bald veröffentlicht werden. Auch die Veröffentlichung der Protokolle der Gemeinderatssitzungen ist derzeit in Planung.

Dank für das „langjährige Engagement”

Zum Abschluss der Sitzung dankte die Bürgermeisterin den mittlerweile ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr langjähriges Engagement. „Wir haben in den letzten Jahren viel bewegt“ und „wichtige Entwicklungen für die Gemeinde angestoßen“, betonte sie. Auch die Herausforderungen der Corona-Zeit habe man gemeinsam gut bewältigt.

Den ausgeschiedenen Gemeinderätinnen und -räten sprach sie ihren „allerhöchsten Respekt“ aus. Ein gemeinsames Abschiedsessen für Werner Abelein (2002 bis 2026), Josef Schalk (2002 bis 2026) Winfried Schiller (2008 bis 2026), Ute Schmitt (2025 bis 2026), Klaus Schübel (2020 bis 2026) und Elke Streng (2013 bis 2026) sei geplant.


Von CEDRIC STERNER
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