Die Baugrube für den neuen sechsgruppigen Kindergarten im Wohngebiet Röschenhof in Feuchtwangen wird bereits ausgehoben. Jetzt erfolgte der symbolische Spatenstich für das Großprojekt.
In dem Kindergarten, der auf dem Hanggrundstück an der Dresdener Straße/Ecke Paul-Keim-Straße entsteht, sollen 62 Kinder im Alter ab drei sowie 42 Mädchen und Jungen unter drei Jahren Platz finden. Betreut werden sie in zwei Regel-, einer altersgemischten sowie in drei Kleinkindgruppen.
Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf nicht ganz 7,85 Millionen Euro. Die bisherigen Vergaben liegen im Gesamtkostenrahmen, wie Stadtbaumeister Farag Khodary der FLZ mitteilte.
Die Trägerschaft für die Einrichtung wird nach deren Fertigstellung die evangelische Kirchengemeinde Feuchtwangen übernehmen. Dafür dankte Bürgermeister Patrick Ruh den Verantwortlichen.
Pfarrer Wigbert Lehner freute sich schon darauf, wenn das Gebäude, den man nun beim Entstehen zusehen könne, mit Leben erfüllt werden könne. Mit der Übernahme der Trägerschaft wolle die evangelische Kirchengemeinde dazu beitragen, dass Feuchtwangen weiter eine Stadt bleibe, in der Familien gut leben und Kinder gut aufwachsen können. Pfarrer Jörg Herrmann lobte die Zusammenarbeit mit der Kommune, die Bauherrin ist. Die Kirchengemeinde sei in die Planung eingebunden worden, konnte ihre Ideen einbringen.
Geleitet wird der Röschenhof-Kindergarten von Ramona Anders. Sie ist derzeit in der Außenstelle des Wohlgemuth-Kindergartens an der Hindenburgstraße tätig. Die Geschäftsführung aller Betreuungseinrichtungen der evangelischen Kirchengemeinde Feuchtwangen obliegt Kathrin Regenhardt.
Für den Neubau hat die Stadt Feuchtwangen verschiedene Zuschüsse beantragt, wie der Stadtbaumeister weiter berichtete. So beträgt die maximale Fördersumme nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz 3,645 Millionen Euro. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt voraussichtlich nach dem Programm „Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude – Kommunen“ 94.425 Euro. Die Förderung nach dem Bayerischen Holzbauförderprogramm wiederum liegt voraussichtlich bei 67.700 Euro.
Feuchtwangens Bürgermeister nutzte die Gelegenheit und machte darauf aufmerksam, mit welchem bürokratischen Aufwand, die Beantragung von Fördermitteln verbunden ist. Die gute Nachricht sei, dass die Politik erkannt habe, dass in diesem Bereich Reformbedarf bestehe.
Das Richtfest am Neubau könnte spätestens im November gefeiert werden, erklärte Khodary auf Nachfrage von Ruh. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Anfang Juli 2026 geplant.