Erst der eine Fuß, dann der andere – und dann gaaanz große Schritte. Mit großem Elan und Freude führt Waltraud Burger-Dreyling vor, wie man sicher auf das neue Gerät aufsteigt. Mit Blick auf den Weiher am Oberen Tor lässt es sich hier schön auf der Stelle spazieren, findet sie.
Waltraud Burger-Dreyling ist Vorsitzende des Krankenpflegevereins (KPV) in Wolframs-Eschenbach. Sie und ihr Vorstandsteam hatten am Mittwoch jeden Grund zur Freude: Sie weihten den neuen Senioren-Bewegungspark ein. Entstanden ist der auf Initiative des KPV. Vier Geräte und eine Sitzgarnitur stehen jetzt neben dem Weiher am Oberen Tor, umrahmt von Büschen und Bäumen.
Schon vor der offiziellen Eröffnung testeten die Bürgerinnen und Bürger die Geräte. Eines kräftigt die Beine, eines Oberkörper und Arme, ein weiteres Hüfte und Rücken und das vierte ist der „Spaziergänger”, so Burger-Dreyling. Aufgeregt und munter ging es zu. Rund 60 Personen haben an der Feier teilgenommen, fleißig geklatscht, mutig ausprobiert und sich bei Snacks und Getränken ausgetauscht.
Burger-Dreyling wollte die Bewegungsstationen eigentlich im Stadtgraben umsetzen. Der Vorschlag der Bauverwaltungsmitarbeiterin Carolin Jank, das Projekt auf dem Platz vor den Toren der Stadt zu realisieren, überzeugte sie aber. Die Fläche stellt die Stadt zur Verfügung. Heidi Denzinger von der Verwaltung wird sich noch um die Beschilderung kümmern, so Burger-Dreyling. Harald Zeller und das Team vom Bauhof haben ebenfalls ordentlich mit angepackt. Sie werden sich auch zukünftig um die Pflege des Platzes kümmern.
Möglich wurde das Projekt durch das Regionalbudget über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken. Der Freistaat Bayern gab einen Zuschuss von rund 8000 Euro, erklärte Christoph Kalender. Er betreut die Altmühl-Mönchswald-Region (AMR) bei der Integrierten Ländlichen Entwicklung, zu der auch dieses Projekt gehört. Es sei bereits das 98., das in der AMR umgesetzt werde. Damit sei die Region „bayernweit sehr weit vorne”, stellte Kalender fest.
Bürgermeister Michael Dörr lobte den Platz, auf dem die Seniorinnen und Senioren „nicht so auf dem Präsentierteller” sporteln würden. Er sprach seinen Dank an Waltraud Burger-Dreyling als „Motor des Projekts” aus. „Es haben mal wieder alle zusammengehalten, wie es so oft ist in Wolframs-Eschenbach.” Stadtpfarrer Thomas Swat segnete die neuen Geräte. Es solle ein Ort „der Freude, der Kraft und des Wohlbefindens” entstehen.
Zukünftig gebe es bei Rückenschmerzen in Wolframs-Eschenbach kein Rezept mehr, betonte Burger-Dreyling im Scherz: Man würde stattdessen „hinter die Raiba” geschickt zum Trainieren. „Man darf sich auch gern hinsetzen und nichts tun.” Der Platz soll für die Gesundheit und die Gesellschaft sein.