Fulminanter Start für das neue Weißkopf-Museum | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.12.2023 11:45

Fulminanter Start für das neue Weißkopf-Museum

Mehr als zufrieden mit dem Start des im September eröffneten Gustav-Weißkopf-Museums: Leiterin Dr. Laura Gebauer. Das Besucherinteresse im ersten Vierteljahr habe die Erwartungen übertroffen. (Foto: Jim Albright)
Mehr als zufrieden mit dem Start des im September eröffneten Gustav-Weißkopf-Museums: Leiterin Dr. Laura Gebauer. Das Besucherinteresse im ersten Vierteljahr habe die Erwartungen übertroffen. (Foto: Jim Albright)
Mehr als zufrieden mit dem Start des im September eröffneten Gustav-Weißkopf-Museums: Leiterin Dr. Laura Gebauer. Das Besucherinteresse im ersten Vierteljahr habe die Erwartungen übertroffen. (Foto: Jim Albright)

„Die Besucherzahl übertrifft unsere Erwartungen. Wir sind sehr, sehr zufrieden“: So lautet die Bilanz von Dr. Laura Gebauer nach drei Monaten Betrieb im Gustav-Weißkopf-Museum. Über 1800 Gäste wurden dort seit dem Start Mitte September gezählt.

Nach nunmehr elf Wochen mit 55 Öffnungstagen gab die Museumsleiterin nun im Stadtrat einen ersten Sachstandsbericht, und der fiel rundum positiv aus. Das Eröffnungswochenende habe eine unerwartet große Medienresonanz, auch überregional, hervorgerufen, berichtete sie. Auch damit sei das Team „mehr als zufrieden“.

Sehr gut angenommen werde auch das Angebot im Museumsshop, erklärte Gebauer. Die vielfältigen Produkte von Fairtrade-Schokolade über Textilien bis hin zu Fliegern für Kinder stießen auf reges Interesse – auch bei Kunden, die das Museum nicht besuchten. Die Renner seien Postkarten, Filztaschen, Teddybären und Mützen. Das Sortiment soll weiter ausgebaut werden, kündigte Gebauer an: „Da ist noch Luft nach oben.“

Neu seien Gutscheine sowie Jahreskarten. Es gibt sie für 20 Euro (ermäßigt 14 Euro, Familien 48 Euro). Beliebt seien auch Führungen, so die Museumschefin. Zwei Dutzend habe man heuer bereits absolviert, und für kommendes Jahr seien schon viele gebucht. „Wir haben ein gutes Team“, sagte Gebauer. Für Grundschüler gebe es ein aufwändiges, weil am Lehrplan orientiertes Aktivprogramm. In Zukunft wolle man auch Kindergeburtstage im Museum möglich machen.

Stadt als Ganzes attraktiv machen

Ab 2024 werde man auch offene Führungen anbieten, kündigte die Museumsleiterin an – zunächst jeden zweiten Sonntag im Monat ab 14 Uhr, erstmals am 14. Januar. Dieses Angebot mit Unterstützung des Heimatvereins sei im November gut gestartet.

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„Das erste Jahr ist ein Selbstläufer“, warnte Gebauer vor zu hohen Erwartungen für die Zukunft angesichts des fulminanten Starts. Die große Aufgabe werde es sein, das Flugpionier-Museum „dauerhaft attraktiv halten“. Die Vermarktung sei das A und O. Zudem nannte sie den Ausbau des Führungsangebotes sowie den Aufbau eines Rahmenprogrammes wie ein Museumsfest oder kulturelle Veranstaltungen.

Auch eine Vermietung der Räume als zusätzliche Einnahmequelle sei denkbar. Wichtig sei auch, die Stadt als Ganzes attraktiv machen: „Die Leute fragen nach einem Programm über das Museum hinaus.“

Auf die Frage nach Betriebskosten und Wirtschaftlichkeit sagte Gebauer: „Eine schwarze Null werden wir nie erreichen. Damit wären wir eines von vielleicht fünf Museen in Deutschland, die das schaffen.“ Noch sei es zu früh, um abzuschätzen, wohin die Reise finanziell geht. An die Sammlung des Heimatmuseums erinnerte Raimund Walz (CSU). Laut Gebauer sei es „gut vorstellbar“, zumindest temporär Teile davon im Weißkopf-Museum zu zeigen.

Bürgermeister Markus Liebich würdigte die erfolgreiche Arbeit der Projektleiterin, die ihr „viel Freude, aber auch viel Kopfzerbrechen“ gemacht habe. „Dieses Baby hast Du schon mal gut an den Start gebracht“, sagte er unter dem Beifall der Stadtratsmitglieder. Liebich spielte damit auf die nahende Auszeit von Laura Gebauer an. Sie geht ab Anfang 2024 in Mutterschutz und Elternzeit. Im Frühjahr 2025 will sie ins Museumsteam zurückkehren.


Wolfgang Grebenhof
Wolfgang Grebenhof
Redakteur in der Lokalredaktion Ansbach seit 1992. Schwerpunktmäßig zuständig für den Raum Leutershausen. Heimatverbunden und weltoffen, regional verwurzelt und global neugierig.
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