Unmut über die Gastronomie in den drei Gasthäusern im Freilandmuseum Bad Windsheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.05.2026 16:30

Unmut über die Gastronomie in den drei Gasthäusern im Freilandmuseum Bad Windsheim

Das Gasthaus Zur Krone steht im Eingangsbereich des Freilandmuseums. Es ist eines von drei Gasthäusern auf dem Museumsgelände. Seitens des Bezirks gibt es Überlegungen, die Gastronomie neu aufzustellen. (Foto: Nina Daebel)
Das Gasthaus Zur Krone steht im Eingangsbereich des Freilandmuseums. Es ist eines von drei Gasthäusern auf dem Museumsgelände. Seitens des Bezirks gibt es Überlegungen, die Gastronomie neu aufzustellen. (Foto: Nina Daebel)
Das Gasthaus Zur Krone steht im Eingangsbereich des Freilandmuseums. Es ist eines von drei Gasthäusern auf dem Museumsgelände. Seitens des Bezirks gibt es Überlegungen, die Gastronomie neu aufzustellen. (Foto: Nina Daebel)

Beim Bezirk Mittelfranken rumort es offenbar hinter den Kulissen. Und das schon länger. Der Träger des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim ist nach Informationen der FLZ mit der dortigen Gastronomie nicht mehr zufrieden. Es gibt ein Gutachten. Demnach seien drei Gasthäuser nicht mehr haltbar. Der Vorschlag: eine zentrale Küche.

Rund 180.000 Gäste besuchen jährlich das Bad Windsheimer Museum und wollen versorgt werden. Traditionell fränkische Küche und Brotzeiten erwarten sie im Kommunbrauhaus in der Baugruppe West, im Gasthaus „Zur Krone” am Eingang und im „Weinbergshof” im Süden des 45 Hektar großen Museumsgeländes. Die Wirtshäuser gehören zum Museum und werden vom Bezirk Mittelfranken an die jeweiligen Betreiber verpachtet. Ebenfalls dem Bezirk gehört das Gasthaus „Zum Hirschen”, das am Alten Bauhof, in der Baugruppe Stadt, in der Bad Windsheimer Altstadt, betrieben wird.

Unregelmäßige Öffnungszeiten und Personalmangel sorgen für Unmut

Schon länger häufen sich Beschwerden von Besucherinnen und Besuchern, welche die Gastronomie betreffen. Unregelmäßige Öffnungszeiten oder auch Personalmangel sollen unter anderem Gründe für den Unmut sein. Hinzu kommt, dass die Gasthäuser laut Informationen unserer Redaktion auch nicht mehr so gut angenommen werden.

Die Frage, wie man die Wirtshäuser weiterbetreiben kann, sodass die Gäste diese wieder gerne besuchen, und das Ganze auch noch wirtschaftlich ist, hatte sich der Bezirk bereits selbst gestellt. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt Bezirks-Pressesprecher Wolf-Dieter Enser zumindest, dass es ein externes Gutachten gibt. Diese Analyse soll eine Antwort darauf liefern, welche Art von gastronomischem Angebot im Museum zukunftsfähig ist.

Bezirk lässt viele Fragen unbeantwortet

In dem Papier soll aber auch stehen, dass drei Wirtshäuser auf dem Hauptgelände nicht mehr tragbar seien. Demnach soll eine Zentralküche ausreichen, von welcher aus eine Station oder mehrere Stationen beliefert werden können. Zum Inhalt des Gutachtens will man sich seitens des Bezirks allerdings noch nicht äußern. Auch die Frage danach, ob noch vor der Landesgartenschau, die im Jahr 2027 viele Besucherinnen und Besucher nach Bad Windsheim und natürlich auch ins Freilandmuseum locken soll, eine Umstrukturierung der Gastronomie erfolgen soll, lässt man seitens des Bezirks unbeantwortet.

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„Eventuelle Erkenntnisse und Schlussfolgerungen daraus werden zurzeit in den zuständigen Gremien des Bezirks beraten”, schreibt Enser auf Anfrage unserer Redaktion. Am Donnerstag soll der Bezirksausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung bereits zum Thema getagt haben. Man wolle zunächst „offene Gespräche” mit den Pächtern führen und „zu gegebener Zeit” bekannt gegeben, welche Maßnahmen getroffen werden, heißt es aus dem Bezirksrathaus.

„In die Gastronomie muss investiert werden”

Mit den Pächtern wurde bislang noch nicht gesprochen, zumindest nicht mit allen. Jeanette Röder vom Kommunbrauhaus, die Familie Röder betreibt dieses seit nunmehr 37 Jahren, wusste auf Anfrage unserer Redaktion nichts über den Sachverhalt. Sie wollte sich auch nicht weiter äußern, bevor sie nicht selbst mit dem Verpächter gesprochen hat.

Das Gasthaus „Zur Krone” am Eingang ist das älteste Gebäude im Museum. Gebaut worden ist es 1704/1705 in Oberampfrach bei Schnelldorf im Landkreis Ansbach. Es wurde 1980, also zwei Jahre vor der Eröffnung des Freilandmuseums, an seinen heutigen Standort transloziert. Seit Mitte 2023 betreibt es die Freilandgastro-GmbH.

Einer der drei Gesellschafter ist Bad Windsheims zweiter Bürgermeister Johannes Gerhäuser. Er wisse von „Überlegungen, sich neu aufzustellen”, sagt er auf Nachfrage unserer Redaktion. Dass „über kurz oder lang in die Gastronomie investiert werden muss, das ist bekannt. Und, dass sich der Bezirk dazu Gedanken machen muss, ist legitim.” Man sei in „regem Austausch”. Vom Inhalt des Gutachtens wisse Gerhäuser jedoch nichts: „Aber es wurde schon mit uns gesprochen, was gut läuft und was nicht.”

Letzteres bestätigt auch Abbas Mohammadi, der den „Hirschen” seit 2022 und seit zwei Jahren zusätzlich den „Weinbergshof” betreibt. Von einem Gutachten und Ergebnissen daraus weiß auch er nichts.


Katrin Merklein
Katrin Merklein
Redakteurin
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