Veröffentlicht am 05.12.2022 12:36

Ermittlungen wegen Containerns gegen Pater eingestellt

Die Ermittlungen gegen einen Nürnberger Jesuitenpater, der Lebensmittel aus Müllcontainern von Supermärkten gerettet haben soll, wurden zum zweiten Mal eingestellt. Die von dem Pater selbst eingeräumten Straftaten seien als geringfügig bewertet worden, da der zu beziffernde Wert der bereits entsorgten Lebensmittel marginal gewesen sei, teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Montag mit. Die Supermärkte als rechtmäßige Eigentümer hätten auf Strafanträge verzichtet.

Das Verfahren gegen den Pater war bereits im Mai einmal eingestellt worden. Damals hatten die Ermittlungsbehörden nicht klären können, welche konkreten Waren aus der Müllbehältern entwendet worden waren. Inzwischen hatte der Pater weitere Straftaten eingeräumt, sodass noch einmal ermittelt werden musste.

Der Pater macht sich seit geraumer Zeit für die Bekämpfung von Armut und die gerechtere Verteilung von Wohlstand stark. Das sogenannte Containern - also das Einsammeln bereits weggeworfener Lebensmittel - ist ein Teil seiner Kampagne.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums landen jährlich in Deutschland rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.

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