Was der Seniorenbeirat Rothenburg so vorhat | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.03.2026 10:24

Was der Seniorenbeirat Rothenburg so vorhat

Der Seniorenbeirat (von links) mit Joachim Greis, Andreas Daehne, Wilhelm Arnold, Petra Ehrenfels-Ostertag, Maria Middendorf, Ingrid Soldner, Astrid Domke und Beate Beuschel. (Foto: Leonie Lang)
Der Seniorenbeirat (von links) mit Joachim Greis, Andreas Daehne, Wilhelm Arnold, Petra Ehrenfels-Ostertag, Maria Middendorf, Ingrid Soldner, Astrid Domke und Beate Beuschel. (Foto: Leonie Lang)
Der Seniorenbeirat (von links) mit Joachim Greis, Andreas Daehne, Wilhelm Arnold, Petra Ehrenfels-Ostertag, Maria Middendorf, Ingrid Soldner, Astrid Domke und Beate Beuschel. (Foto: Leonie Lang)

Der Seniorenbeirat hat sich in seiner Sitzung mit einer Vielzahl von Themen beschäftigt, die ältere Bürgerinnen und Bürger in der Region betreffen. Neben Berichten aus dem Stadtrat standen vor allem Themen wie Mobilität, vergangene Freizeitangebote sowie die anstehenden Neuwahlen des Gremiums im Mittelpunkt der Beratungen.

Neben den altbekannten Mitgliedern des Beirats der älteren Generation, haben sich auch vereinzelt neue Gesichter gezeigt, um sich in Hinblick auf die Neuwahlen im April einen ersten Eindruck zu verschaffen. Zu Beginn angesprochene Themen aus dem Stadtrat waren unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation an hochfrequentierten Wochenenden rund um den Weihnachtsmarkt. Auch über die Sanierung der Georgengasse sowie vorübergehende Straßensperrungen wurde berichtet.

Von der Haustür direkt zum Ziel

Ein wichtiges Anliegen war außerdem der Bürgerbus, der insbesondere für ältere Menschen in den umliegenden Gemeinden eine wichtige Rolle spielt. Das Angebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus mehreren Gemeinden und insgesamt 42 Ortsteilen, darunter Rothenburg, Adelshofen, Buch am Wald, Colmberg, Gebsattel, Geslau, Insingen, Neusitz, Ohrenbach, Steinsfeld und Windelsbach. „Ein ganz schönes Gebiet, was da abgefahren wird”, staunte der erste Vorsitzende Wilhelm Arnold.

Die Fördermittel wurden dazu bereits bewilligt und die Fahrzeuge sind in fester Planung. Es sollen zukünftig zwei Busse der „Bürgerbuslinie” zur Verfügung stehen, einer im Hochdachstil, der andere als Stadtbusmodell, hieß es. Für dieses Vorhaben werden weiterhin Freiwillige gesucht, die für verschiedene Aufgaben benötigt werden. Diese Rufbusse ergänzen den regulären Stadtbusverkehr als kostenloses ÖPNV-Angebot und sollen Menschen mit eingeschränkter Mobilität mehr Flexibilität ermöglichen. Sozusagen ein Abholsservice an der eigenen Haustür bis hin zur Zielstation.

Aktivitäten und Zusammenkünfte

Ein Blick in die vergangenen zwei Jahre zeigte außerdem, wie vielfältig die Angebote für ältere Einwohner und Einwohnerinnen waren. Dazu zählten gemeinsame Ausflüge und Infoveranstaltungen über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Fake-Anrufe. Solche Vorträge stießen regelmäßig auf Interesse und bieten älteren Menschen die Gelegenheit, sich zu wichtigen Themen des Alltags zu informieren, hieß es in der Sitzung.

Regelmäßige Angebote, wie der Mittagstisch und Kegeln alle zwei Wochen, wöchentliches Schafkopfen und Tischtennisspielen finden großen Zuspruch. So entwickelte sich zu Beginn aus einer kleinen Gruppe eine regelmäßige Schafkopfrunde, aus der später sogar eine Boule-Gruppe hervorging. Auch die gemeinsamen Frühstückstreffen im Winterhalbjahr und der sommerliche Biergarten im Wildbad, bei dem ein Vesper mitgebracht werden kann und nur die Getränke bezahlt werden müssen, gelten als kostengünstiges Zusammenkommen.

Ein bisschen Spaß muss sein: Auch herzhaftes Lachen ist während der Sitzung nicht zu kurz gekommen. Etwa eine Besucherin, die sich ins falsche Gasthaus verirrt hat und deswegen später zum Treffen dazugestoßen ist, oder Zitate der geselligen Runde wie: „Wir sind aber nur Hobbykegler, es geht also nicht in höhere Ligen” von Wilhelm Arnold, oder „Wenn eine Seniorentränke da wäre, könnte ich sauber machen”, von Petra Ehrenfels-Ostertag in Bezug auf verschmutzte Bänke, haben für Stimmung gesorgt.

Die Neuwahlen stehen an

Im April endet die zweijährige Amtszeit des aktuellen Seniorenbeirats und es kann neu gewählt werden. Wahlberechtigt sind alle ab 60, die sich zugleich auch selbst zur Wahl stellen können. Der Seniorenbeirat hofft auf eine rege Beteiligung und wünscht sich zugleich mehr Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Denn nur wenn Anliegen und Probleme bekannt sind, kann der Beirat sie aufgreifen und sich dafür einsetzen.

Insgesamt wurde in der Sitzung deutlich, dass der Seniorenbeirat weiterhin bemüht ist, sowohl praktische Alltgsfragen als auch soziale und kulturelle Angebote für ältere Menschen in der Region im Blick zu behalten und neue Seniorenbeiräte gerne begrüßt werden würden..


Von Leonie Lang
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