Gemeinsam stärker: Seniorenvertretungen im Landkreis NEA wollen sich vernetzen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.01.2026 14:46

Gemeinsam stärker: Seniorenvertretungen im Landkreis NEA wollen sich vernetzen

Die Teilnehmenden des Informationszirkels (von links vorne): Erika Reichert (Bad Windsheim), Sylvia Crane (Obernzenn) sowie Helmut Pustolla (Uffenheim) sowie (hinten stehend, von links) Michaela Schmoranzer (Langenfeld), Karl-Heinz Haag (Neustadt), Detlef Kugler (Illesheim) und Helmut Friedel (Oberscheinfeld). (Foto: Helmut Meixner)
Die Teilnehmenden des Informationszirkels (von links vorne): Erika Reichert (Bad Windsheim), Sylvia Crane (Obernzenn) sowie Helmut Pustolla (Uffenheim) sowie (hinten stehend, von links) Michaela Schmoranzer (Langenfeld), Karl-Heinz Haag (Neustadt), Detlef Kugler (Illesheim) und Helmut Friedel (Oberscheinfeld). (Foto: Helmut Meixner)
Die Teilnehmenden des Informationszirkels (von links vorne): Erika Reichert (Bad Windsheim), Sylvia Crane (Obernzenn) sowie Helmut Pustolla (Uffenheim) sowie (hinten stehend, von links) Michaela Schmoranzer (Langenfeld), Karl-Heinz Haag (Neustadt), Detlef Kugler (Illesheim) und Helmut Friedel (Oberscheinfeld). (Foto: Helmut Meixner)

Viele ältere Menschen möchten, nachdem sie aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, die Gesellschaft mitgestalten, an politischen Entscheidungen teilhaben und jene Menschen unterstützen, die Hilfe benötigen. Zum Gedankenaustausch, wie man engagierte Bürgerinnen und Bürger vernetzen kann, kamen nun Vertreter in Bad Windsheim zusammen.

Inzwischen haben sich bereits vielerorts im Landkreis Seniorenvertretungen gebildet. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die aktive Beteiligung der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger am sozialen, kulturellen und politischen Leben nachhaltig zu fördern. Auf der Suche, ehrenamtlich noch aktiver als bisher agieren zu können, kam man nun in Bad Windsheim zusammen. Das Ansinnen: Sie alle möchten möglichst viele örtliche Seniorenräte ins gemeinsame Boot holen und so die Zusammenarbeit der Seniorenvertretungen sowie deren Aktivitäten kommunenübergreifend zusammenführen.

Mit gerade einmal sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern hielt sich das Interesse beim Auftakt, wie Mitorganisator Karl-Heinz Haag, zweiter Vorsitzender des Seniorenbeirates in Neustadt, bedauerte, allerdings noch in Grenzen. An konstruktiven Ideen und Beiträgen, was man auf die Beine stellen könnte, fehlte es allerdings nicht.

Bildung eines Informationszirkels

Als ein Ziel wurde die Bildung eines unabhängig, überparteilich und überkonfessionell agierenden Informationszirkels genannt. Dieser sieht sich im Wesentlichen als loser Verbund der Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter im Landkreis, der über keine vereinsähnlichen Strukturen verfügt. Erfolgen soll vielmehr ein möglichst intensiver Austausch zu sämtlichen Themen und Projekten der Seniorenarbeit.

Um besagtem Austausch innere Strukturen sowie eine gewisse Art von Wertigkeit zu verleihen, will ein aus Moderatoren bestehendes Team zur Verfügung stehende Informationen bewerten und steuern. In einem ersten Schritt soll das noch zu erstellende Konzept zunächst dazu dienen, sowohl eine Aufbau- als auch eine Ablauforganisation des angestrebten Zirkels zu formulieren. Im Verlauf eines weiteren Schritts könnte sich, so das Ansinnen, der informative Kreis zunächst zu einer Art Vorstufe zur Etablierung eines Kreisseniorenrates hin entwickeln.

Von der Vernetzung der Seniorenvertretungen versprechen sich die Beteiligten längst nicht nur den Austausch wertvoller Informationen und die Weitergabe von Projekten, die sich auf kommunaler Ebene bewährt haben. Beispiele erfolgreich angebahnter oder bereits umgesetzter Maßnahmen gibt es genügend. Genannt wurden etwa die Schulung der Medienkompetenz oder die Etablierung von Hilfsstellen für Menschen, die kein oder nur ein schlechtes Internet besitzen oder sich damit noch nicht gut auskennen.

Themen gemeinsam in die Politik einbringen

Neben der gegenseitigen Unterstützung strebt das Gremium zudem ein gemeinsames Auftreten gegenüber der Politik an. Helfen will man auch, wenn es um wirtschaftliche und bürokratische Belange, etwa im Umgang mit Banken oder Behörden, geht. Als vorrangige Themen will sich der Zirkel, weil es vielen auf Hilfe angewiesenen Menschen auf den Nägeln brennt, mit der Mobilität, dem Gesundheits- und Pflegewesen sowie der Medienkompetenz beschäftigen.

Um die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen zu können, gilt es im Bereich der Organisation neben Sylvia Crane (Obernzenn) und Detlef Kugler (Illesheim) zunächst weitere Moderatoren zu gewinnen. Erreichbar sind die beiden Ehrenamtlichen unter der E-Mail-Adresse: sen-lkr-nea@fn.de.


Von Helmut Meixner [HELMUT MEIXNER] (helmut_meixner@t-online.de)
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