Veröffentlicht am 26.09.2022 12:45

Vogelschützer: Immer weniger Ortolane in Mainfranken

Ein Ortolan sitzt auf einem Zweig. (Foto: Hans-Joachim Fünfstück/LBV/dpa)
Ein Ortolan sitzt auf einem Zweig. (Foto: Hans-Joachim Fünfstück/LBV/dpa)
Ein Ortolan sitzt auf einem Zweig. (Foto: Hans-Joachim Fünfstück/LBV/dpa)

Der Singvogel Ortolan tritt nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) immer seltener in Bayern auf. Bei Zählungen habe man nur noch etwa 100 Brutpaare in den Landkreisen Schweinfurt, Kitzingen, Würzburg und Neustadt an der Aisch registriert, teilte der LBV am Montag im mittelfränkischen Hilpoltstein (Landkreis Roth) mit.

In der Agrarlandschaft Mainfrankens befinden sich die letzten Populationen des Ortolans (Emberiza hortulana) in Süddeutschland. Diese schrumpften offenbar dramatisch, hieß es vom Landesbund. Dabei hätten Trockenheit und Wärme in der diesjährigen Brutsaison eigentlich günstige Voraussetzungen geschaffen.

Der Ortolan, der auch „Gartenammer“ genannt wird, zieht sich nach LBV-Angaben derzeit in seine Winterquartiere in subtropischen Regionen Westafrikas zurück. Ortolane haben einen graugrünen Kopf, eine gelbe Kehle und gelbe Augenringe. Unterhalb des Kopfbereichs sind sie zimtbraun. Der Vogel markiert mit seinem Gesang sein Revier. Experten zufolge kehren die Vögel immer wieder an denselben Ort zurück.

In Kooperation mit Landwirten in Unter- und Mittelfranken versucht der LBV, ihn zu schützen. Zum Beispiel bauen die Landwirte Getreidestreifen, Blühmischungen und auf kleiner Fläche Kartoffeln und Kohl an, damit die Ortolane genügend Nahrung finden.

© dpa-infocom, dpa:220926-99-902290/3

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