Turmsanierung in Uehlfeld: Die Kirchturmspitze schwebt wieder ein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.04.2025 12:00

Turmsanierung in Uehlfeld: Die Kirchturmspitze schwebt wieder ein

Die historische Kirchturmspitze wurde mit Hilfe eines Krans 40 Meter in die Höhe gehievt. Die Verkleidung wird dann in einem nächsten Schritt angebracht. (Foto: Christa Frühwald)
Die historische Kirchturmspitze wurde mit Hilfe eines Krans 40 Meter in die Höhe gehievt. Die Verkleidung wird dann in einem nächsten Schritt angebracht. (Foto: Christa Frühwald)
Die historische Kirchturmspitze wurde mit Hilfe eines Krans 40 Meter in die Höhe gehievt. Die Verkleidung wird dann in einem nächsten Schritt angebracht. (Foto: Christa Frühwald)

Die Arbeiten bei der Sanierung des Kirchturms der Uehlfelder St.Jokobuskirche laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag nun wurde es spektakulär. In Anwesenheit des mit der Sanierung beauftragten Architekten Werner Schad wurde die restaurierte Kirchturmspitze wieder aufgesetzt.

Es brauchte einen Riesenkran, um die einige Meter lange Holzkonstruktion die 40 Meter in die Höhe zu wuchten. Millimeter genau wurde die Spitze dann in luftiger Höhe in die vorbereitete Halterung gesetzt. Im Oktober 2023 war sie ebenfalls mit einem großen Kran zur Aufhübschung heruntergenommen worden.

Münzen aus 1969 in der Zeitkapsel

Damals war auch die in der Spitze integrierte Zeitkapsel geborgen worden, die Anfang Januar in einem Gottesdienst mit Pfarrerin Ines Weimann geöffnet wurde. Zum Vorschein kamen unter anderem Münzen aus dem Jahr 1969.

Gegenüber der Redaktion berichtete Werner Schad berichtete, dass die Turmsanierung 960.000 Euro kosten werde. Diese war durch einen Sturmschaden im Jahr 2023 dringlich geworden. Seinerzeit hatte man die Struktur von der Innenseite begutachtet, ehe die Fachleute mit dem Hubgerät auch die Außenseite unter die Lupe nahmen – vornehmlich den Dachstuhl des Turmes. Die Holzschäden hätten sich dabei als gravierend erwiesen, so Schad.

Im Juli könnte der Turm fertig sein

Das verfaulte und stark beschädigte Teil wurde nun aufwendig restauriert, da das Gebälk unter Denkmalschutz steht. Auch das Schiefzwiebeldach musste erneuert werden, wofür 320 Quadratmeter Schiefer verlegt wurden. Laut Schad sei auch der Naturstein des Turmes sanierungsbedürftig und werde im Zuge der Turmarbeiten erneuert. „Das Gerüst ist ohnehin nötig und kostet 125.000 Euro und so wurde auch der marode Turm gleich mit renoviert.“ Parallel laufen auch die Arbeiten am Kirchenschiff. Schad geht davon aus, dass die Arbeiten am Turm Mitte Juli abgeschlossen sein könnten. Das Ende der gesamten Kirchenbaustelle sei dann für Ende August geplant, so der Architekt.

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