Triple perfekt: Kämna gewinnt neunte Vuelta-Etappe | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.09.2023 17:26

Triple perfekt: Kämna gewinnt neunte Vuelta-Etappe

Gewann die neunte Vuelta-Etappe im Alleingang: Lennard Kämna. (Foto: Gian Mattia D'alberto/LaPresse via ZUMA Press/dpa/Archivbild)
Gewann die neunte Vuelta-Etappe im Alleingang: Lennard Kämna. (Foto: Gian Mattia D'alberto/LaPresse via ZUMA Press/dpa/Archivbild)
Gewann die neunte Vuelta-Etappe im Alleingang: Lennard Kämna. (Foto: Gian Mattia D'alberto/LaPresse via ZUMA Press/dpa/Archivbild)

Lennard Kämna riss die Arme nach oben und klopfte sich auf die Brust, nachdem er die matschige Piste am Collado de la Cruz hinaufgestürmt war. Der frühere Junioren-Weltmeister hat sein Triple bei den Grand Tours perfekt gemacht und die neunte Etappe der 78. Vuelta im Alleingang gewonnen.

Nach seinen Tagessiegen bei der Tour de France in Villard-de-Lans (2020) und dem Giro d'Italia auf dem Ätna (2022) durfte er nun auch bei der dritten der drei großen Radrundfahrten jubeln. Kämna siegte 184,5 Kilometer von Cartagena nach Collado de la Cruz de Caravaca mit rund 30 Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Matteo Sobrero.

„Ich freue mich total darüber. Ich habe in den vergangenen Monaten so hart gearbeitet. Genau darauf habe ich mich vorbereitet. Ich freue mich, dass ich nach dem Giro wieder da bin“, sagte Kämna und fügte hinzu: „Wir durften nicht zu viel Energie verschwenden. Ich hatte im Tank noch einiges an Power. Ich bin zwei Minuten komplett über meinem Limit gewesen.“

Damit hat es im dritten Anlauf funktioniert. Bereits auf der dritten Etappe hatte der 26-Jährige den Sieg vor Augen, ehe er rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel eingeholt worden war. Und auch auf der sechsten Etappe hatte Kämna vergeblich sein Glück in einer Ausreißergruppe gesucht.

Kämna attackiert gut fünf Kilometer vor dem Ziel

Dieses Mal holte ihn aber keiner mehr ein. Gut fünf Kilometer vor dem Ziel attackierte Kämna auf dem 8,2 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 5,4 Prozent Steigung aus einer ursprünglich acht Fahrer großen Ausreißergruppe und fuhr souverän allein dem Sieg entgegen. Sobrero, der in der kommenden Saison mit Kämna beim Bora-hansgrohe-Team zusammenfahren wird, konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen. „Der Anstieg war schon tricky. Es ging auf und ab. Es war schwierig, das Momentum zu finden“, sagte Kämna.

Auf die Gesamtwertung hatte die neunte Etappe kaum einen Einfluss. Der Amerikaner Sepp Kuss, der eigentlich als Edelhelfer von Tour-Champion Jonas Vingegaard und Giro-Sieger Primoz Roglic ins Rennen gegangen ist, trägt weiter das Rote Trikot. Die drei Superstars Remco Evenepoel, Roglic und Vingegaard fuhren fast zeitgleich ins Ziel.

Nach dem ersten Ruhetag wartet am Dienstag gleich das Einzelzeitfahren über 25,8 Kilometer. Dabei verspricht vor allem das Duell zwischen dem belgischen Zeitfahrweltmeister Evenepoel und Vingegaard, der bei der Tour im Kampf gegen die Uhr die Konkurrenz beherrscht hatte, große Spannung.

© dpa-infocom, dpa:230903-99-62244/3


Von dpa
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