Toppler-Theater Rothenburg: Jürgen Eick übernimmt die Leitung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.07.2024 10:51, aktualisiert am 19.07.2024 11:57

Toppler-Theater Rothenburg: Jürgen Eick übernimmt die Leitung

Aufgewachsen im Rheinland fand Jürgen Eick in Franken große Anerkennung. Im Jahr 2014 wurde der Gründungsintendant des Theater Ansbach mit dem Frankenwürfel ausgezeichnet.  (Archivbild: Jim Albright)
Aufgewachsen im Rheinland fand Jürgen Eick in Franken große Anerkennung. Im Jahr 2014 wurde der Gründungsintendant des Theater Ansbach mit dem Frankenwürfel ausgezeichnet. (Archivbild: Jim Albright)
Aufgewachsen im Rheinland fand Jürgen Eick in Franken große Anerkennung. Im Jahr 2014 wurde der Gründungsintendant des Theater Ansbach mit dem Frankenwürfel ausgezeichnet. (Archivbild: Jim Albright)

Am Rothenburger Toppler-Theater kündigt sich ein einschneidender Wechsel an. Der „Verein Toppler Theater“, der Trägerverein der Sommerbühne, teilte mit, dass Jürgen Eick ab Sommer 2025 die künstlerische Leitung übernimmt. Eick war Gründungsintendant am Theater Ansbach. Katja Wolff, aktuell die leitende Regisseurin, will allerdings weiter in dieser Position für Rothenburg arbeiten.

Der Trägerverein „betrachtet die Zusammenarbeit mit Katja Wolff zum Ende der Spielzeit 2024 als beendet”, so Jürgen Klatte, der Vorsitzende. Als Grund nennt er „künstlerische Differenzen”. Der Verein möchte eine „neue künstlerische Ausrichtung” herbeiführen. Weiter will er sich zur „laufenden Auseinandersetzung” nicht öffentlich äußeren. In der Pressemitteilung zum Thema, die vom Tourismus-Service der Stadt versandt wurde, wird Katja Wolff nicht erwähnt. Klar ist, dass der Verein sich zwei Personen als künstlerische Leitung nicht leisten kann und will. Nach FLZ-Informationen wird daher hinter den Kulissen um eine einvernehmliche Lösung gerungen.

Katja Wolff, eine bundesweit gefragte Regisseurin und Stückentwicklerin, arbeitet seit acht Jahren für das Toppler-Theater. Erst als Regisseurin für eine einzelne Produktion, bald darauf als leitende Regisseurin. Ähnlich wie eine Intendantin kümmert sie sich um die Stückauswahl und Besetzung für eine ganze Spielzeit. Zudem inszeniert sie pro Saison am Toppler-Theater eine der beiden Eigenproduktionen.

Nicht fassen kann sie, dass dies mit dem Ende der Spielzeit vorbei sein soll. Nach ihren Angaben hat sie erst im April davon erfahren. „Im März habe ich noch eine E-Mail bekommen, ob ich meine erfolgreiche Tätigkeit fortsetzen will“, erzählt sie. Das will sie in den nächsten Jahren unbedingt.

Katja Wolff will in Rothenburg bleiben

Der Arbeitsvertrag der 61-jährigen Theatermacherin sieht allerdings ihrer Meinung nach eine zweijährige Kündigungsfrist vor – das ist nicht ungewöhnlich, denn Theater-Produktionen haben einen langen planerischen Vorlauf.

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Katja Wolff, die auf erfolgreiche Spielzeiten verweisen kann und von ihrem Konzept für die kleine Sommerbühne überzeugt ist, will ohnehin weiter Theater für Rothenburg machen: „Denn hier ist mittlerweile mein zweites Zuhause. Ich kenne die Menschen hier und die Menschen kennen mich und mein Team. Wir haben in den letzten acht Jahren hier etwas gemeinsam mit dem Publikum geschaffen, was wirklich wertvoll ist. Wir können miteinander lachen, wir können miteinander weinen, wir können auch mal etwas wagen und Stücke spielen, über die dann auch diskutiert wird. Und warum? Weil es ein gemeinsames Vertrauen gibt.“

Solche Qualitäten hat auch der künftige künstlerische Leiter bereits bewiesen. Mit Jürgen Eick hat der Trägerverein einen Theatermacher gewonnen, der im westlichen Mittelfranken seit Jahren einen sehr guten Ruf genießt. Er war 2007 Gründungsintendant des Theater Ansbach und leitete es acht Jahre. 2015 wechselte er nach Freiburg als Geschäftsführender Vorstand an das E-Werk Freiburg, ein freies Produktionshaus und soziokulturelles Zentrum. Im Frühjahr verließ er es, nachdem er seine Nachfolgerinnen eingearbeitet hatte. Was Jürgen Eick am Toppler-Theater vorhat, teilte der Trägerverein noch nicht mit.

Jürgen Klatte will sich „mit aller Kraft einsetzen, dass das Toppler-Theater erfolgreich weitergeführt wird”. Er ist überzeugt, dass dafür Jürgen Eick „eine absolut geeignete Person” ist.


Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
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