Für das Ensemble der Kreuzgangspiele ist Feuchtwangen ein Zuhause auf Zeit. Die Schauspielerinnen und Schauspieler mieten sich für rund fünf Monate ein. Erfahrungsgemäß immer etwas schwierig gestaltet sich das Wäschewaschen in den Unterkünften. Da half der Verein zur Förderung der Kreuzgangspiele ganz praktisch – mit einer Waschmaschine.
Die Waschmaschine steht im Organistenhaus am Kirchplatz und kann dort vom Ensemble genutzt werden. Und die Maschine läuft fast ununterbrochen, wie Dr. Maria Wüstenhagen, Leiterin des Kulturbüros und stellvertretende Intendantin, bei einem Pressetermin erzählt. Die Schauspielerinnen und Schauspieler nutzen eine Chatgruppe, um abzusprechen, wer wann waschen kann, ergänzt Intendant Johannes Kaetzler.
Der Verein zur Förderung der Kreuzgangspiele unterstützt das Theater in finanzieller und ideeller Form, ist aber eben auch zur Stelle, wenn es um etwas ganz Praktisches wie eine Waschmaschine geht, betont Vorsitzender Herbert Lindörfer. Und so wurde nicht lange überlegt, als die Anfrage aus dem Kulturbüro kam, in der es hieß, dass eine Waschmaschine hilfreich wäre.
Zu den Traditionsveranstaltungen, die der Verein ausrichtet, gehört der Festspielfrühling, der als Einstimmung auf die Freilichtsaison dient. Außerdem lädt der Verein besondere Gruppen und Ehrengäste zu Vorstellungen der Kreuzgangspiele ein – etwa die fränkischen Weinhoheiten.
Unterstützt wird auch der Druck der theaterpädagogischen Mappe zum jeweiligen Kinderstück. Beim Projekt „Theater für alle“ arbeitet der Verein mit vielen Institutionen zusammen, um benachteiligten Menschen und Ehrenamtlichen einen Theaterbesuch zu ermöglichen. Ende vergangenen Jahres wurde erstmals eine limitierte Sonderbriefmarken-Reihe mit Kreuzgangspiel-Motiven aufgelegt, die laut Lindöfer gut ankam.
Besonders freut sich der Vorsitzende über die 10.000-Euro-Spende der Manfred Roth Stiftung. Das Geld soll für Projekte zugunsten der kulturellen Teilhabe verwendet werden. Eines dieser Projekte ist die Vorstellung in Gebärdensprache, deren Finanzierung dank der Spende nun für die folgenden Jahre gesichert ist. Bei der Vorstellung am Samstag, 4. Juli, um 16.15 Uhr wird das Ensemble des Kinderstücks „Die kleine Hexe“ durch zwei Dolmetscherinnen für Gebärdensprache ergänzt, die für gehörlose und höreingeschränkte Menschen übersetzen werden.