Wer darf seinen Michelin-Stern behalten, wer muss ihn abgeben und wer wird in die Riege der Spitzenköche neu aufgenommen? Mit Spannung erwarten Gastronominnen und Gastronomen die Zeremonie des Guide Michelin am Dienstagabend in Frankfurt/Main. Auch in Westmittelfranken ist die Hoffnung groß.
Drei Häuser in der Region sind bislang unter den Sterne-Restaurants vertreten. Das Restaurant Mittermeier in Rothenburg (Landkreis Ansbach) sowie der Winzerhof Stahl im Simmershöfer Ortsteil Auernhofen und das Le Frankenberg bei Weigenheim (beide Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) tragen seit 2024 einen Michelin-Stern.
Der Michelin-Stern sei die höchste Auszeichnung für die Könner in der Küche und zeige die kulinarische Exzellenz eines Hauses, heißt es auf der Michelin-Guide-Homepage. Er wird von einem Team von Restaurantkritikerinnen und -kritikern vergeben, die die ausgezeichneten Restaurants sowie die Sterne-Kandidaten mehrmals pro Jahr besuchen und testen.
Jeder vergebene Michelin-Stern gilt für die Dauer von einem Jahr und muss von den Restaurants für jede neue Michelin-Guide-Ausgabe neu „erkocht” werden. Damit wird laut Homepage garantiert, dass kein Stern aufgrund einer einzelnen Erfahrung aberkannt oder neu vergeben wird.
2025 wurden bei der Verleihung so viele Sterne wie noch nie vergeben: 341 Restaurants in Deutschland dürfen sich seitdem als Sterne-Restaurant betiteln. Wie viele es dieses Jahr sein werden und ob die Zahl noch einmal steigt, bleibt bis Dienstagabend ein Geheimnis.
Besonders spannend wird es dieses Jahr wohl im Gourmetrestaurant Le Frankenberg. Der bisherige Küchenchef Steffen Szabo verließ es dieses Jahr. Auf ihn folgte Sternekoch Sascha Bungeroth,, der zuvor im „HerR“ in Rothenburg die Gäste verwöhnte. Das Lokal ist im Michelin-Guide zu finden, hat aber derzeit keinen Stern. Wird das Le Frankenberg also auch unter neuer Küchenführung die Auszeichnung verteidigen?
Die „Grünen Sterne”, die seit 2020 vergeben wurden, gibt es künftig übrigens nicht mehr. Mit ihnen wurde beispielhaftes gastronomisches Handeln in Sachen Umwelt- und Ressourcenschonung honoriert. Das Landhaus Zum Falken in Tauberzell (Landkreis Ansbach) konnte im vergangenen Jahr einen solchen ergattern.
Auf die Grünen Sterne folgt nun „Mindful Voices”. Dieses neue redaktionelle Konzept wurde ins Leben gerufen, um Persönlichkeiten hervorzuheben, die mit ihrem Engagement und ihrem Handeln neue Wege in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Wein beschreiten, informiert der Michelin Guide. Es werde schrittweise weltweit eingeführt und startete mit der Verleihung des Michelin Guide für die nordischen Länder am 1. Juni.
„Ziel ist es, weltweit nicht nur Orte in den Mittelpunkt zu rücken, sondern die Menschen, die diese Orte prägen – Persönlichkeiten, die mit innovativen Ideen und inspirierenden Initiativen neue Impulse setzen”, heißt es weiter.