Neubürgerempfang in Feuchtwangen als voller Erfolg: Großer Andrang im „Kasten” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.02.2025 11:31

Neubürgerempfang in Feuchtwangen als voller Erfolg: Großer Andrang im „Kasten”

Nicht nur Stände gab es beim Empfang in der Stadthalle. Das Bühnenprogramm bot einen Einblick in die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt in der Stadt. (Foto: Friedrich Strohmeier)
Nicht nur Stände gab es beim Empfang in der Stadthalle. Das Bühnenprogramm bot einen Einblick in die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt in der Stadt. (Foto: Friedrich Strohmeier)
Nicht nur Stände gab es beim Empfang in der Stadthalle. Das Bühnenprogramm bot einen Einblick in die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt in der Stadt. (Foto: Friedrich Strohmeier)

Ein erster Versuch war seinerzeit an den Coronaeinschränkungen gescheitert. Am Samstag konnte nun endlich die erste Auflage des Neubürgerempfangs in der Stadthalle „Kasten“ über die Bühne gehen. Dort begrüßte Bürgermeister Patrick Ruh die Gäste.

Ruh stellte seine Stadt als wachsende Kommune vor, die in zehn Jahren bei den Einwohnerzahlen um zehn Prozent zugelegt habe. Peter Jüdt, der die städtische Stabsstelle für Integration, Migration und Inklusion bekleidet, würdigte den Einsatz aller Mitwirkenden, die ihn bei der Organisation der Veranstaltung unterstützt hatten. Man habe Einladungen an alle Bürger verschickt, die zwischen Januar 2023 und Oktober 2024 ihren Hauptwohnsitz in Feuchtwangen gewählt hatten. Knapp 100 hätten ihre Teilnahme zugesagt. „Es sind aber erheblich mehr gekommen,“ ergänzte Bürgermeister Ruh gegenüber der FLZ.

Gedränge am Feuchtwanger „Markt der Möglichkeiten”

Nach der musikalischen Einleitung durch das Jugendorchester des Spielmannszugs herrschte entsprechend schnell ein geschäftiges Gedränge zwischen den Ständen der 13 Vereine und Gruppierungen. Dieser „Markt der Möglichkeiten“ sollte den Neubürgern zeigen, was ihr neuer Wohnort an Freizeitaktivitäten und sonstigen sozialen Kontakten zu bieten hat.

Der Frauenchor „Nova Luna“ warb für neue Sängerinnen und Sportvereine für neue Mitglieder. Das THW ließ zur Freude der zahlreichen Kinder vor der Halle eine Drohne starten. Dazu gab es immer wieder Einlagen der städtischen Musikschule, die mit modernen Popsongs und rasanten Schlagzeugsoli das Interesse der Gäste weckten. Der Boxclub Feuchtwangen mit seinem Trainer und Vorsitzenden Donato Braico führte mit seinen jungen Sportlern im Ring mehrere Schaukämpfe auf, die sogar Bürgermeister Ruh zum Mitmachen animierten.

Kurze Wege sind in der Stadt geschätzt

Gut besucht war das Buffet mit Backwaren und Süßigkeiten. Für die Kindergärten stand Kathrin Regenhardt, Geschäftsführerin der evangelischen Kindergärten, bereit und gab den Eltern Ratschläge für die Anmeldung ihrer Kinder. „Auch für die Neubürger gibt es immer einen Kindergartenplatz, wenn sie sich rechtzeitig anmelden“, versicherte Regenhardt im Gespräch mit der FLZ.

Eine junge Familie aus Nürnberg, die seit wenigen Monaten in der Altstadt von Feuchtwangen lebt, hatte keine Probleme, in Kontakt mit der ortsansässigen Bevölkerung zu kommen. Sie fühle sich in der Stadt ausgesprochen wohl und schätze die kurzen Wege, die sie gerne zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen könne, freute sich die junge Mutter.

Die Stadt plant weitere Schritte zur Integration

Wie Peter Jüdt mitteilte, seien 80 Prozent der Neubürger deutsche Staatsbürger, 20 Prozent der neu gemeldeten Personen seien Asylbeweber und Geflüchtete. Er sei deshalb immer auf der Suche nach ehrenamtlich Helfenden, die ihn bei seiner Arbeit unterstützten. Mit der Eröffnung des „Merhaba“ im ehemaligen Gasthaus Lamm und mit dem „Tag der Nachbarn“ am 16. Mai plant er die nächsten Schritte, damit Feuchtwangen weiter zusammenwächst. Er ist überzeugt: Feuchtwangen sei weiterhin eine aktive Kommune, die die Integration lebe.


Von Friedrich Strohmeier
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