Ansbacher Integrationsbeirat: Wer bei der Wahl am 20. Juni kandidieren kann | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.02.2026 18:35

Ansbacher Integrationsbeirat: Wer bei der Wahl am 20. Juni kandidieren kann

Sie kündigten voriges Jahr die Interkulturellen Wochen an: Integrationsbeauftragte Iryna Savchenko sowie vom Integrationsbeirat die Vorsitzende Villy Wiegel, Lylia Kabouche und Dina Matveeva (von links). Alle drei stellen sich wieder zur Wahl. (Archivbild: Oliver Herbst)
Sie kündigten voriges Jahr die Interkulturellen Wochen an: Integrationsbeauftragte Iryna Savchenko sowie vom Integrationsbeirat die Vorsitzende Villy Wiegel, Lylia Kabouche und Dina Matveeva (von links). Alle drei stellen sich wieder zur Wahl. (Archivbild: Oliver Herbst)
Sie kündigten voriges Jahr die Interkulturellen Wochen an: Integrationsbeauftragte Iryna Savchenko sowie vom Integrationsbeirat die Vorsitzende Villy Wiegel, Lylia Kabouche und Dina Matveeva (von links). Alle drei stellen sich wieder zur Wahl. (Archivbild: Oliver Herbst)

Wer gibt Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft eine Stimme? In Ansbach vertritt der Integrationsbeirat der Stadt ihre Interessen. Am 20. Juni können die Frauen und Männer dessen Mitglieder wieder wählen. Derzeit sucht das Gremium nach Kandidatinnen und Kandidaten. Aber es gibt noch mehr zu planen.

Bei der Wahl können Menschen ab 18 Jahren kandidieren, die ihren Hauptwohnsitz mindestens drei Monate in Ansbach haben. Solche wollen die Vorsitzende des Beirats, Villy Wiegel (73), und die Integrationsbeauftragte der Stadt, Iryna Savchenko (62), gewinnen. Aus dem derzeitigen Beirat stellen sich nach jetzigem Stand erneut einige bereit, wie Iryna Savchenko sagt. Die genaue Zahl sei noch nicht bekannt.

Vorsitzende Villy Wiegel ist seit 2004 im Gremium

Unter anderem tritt Villy Wiegel wieder an. 2004 in den Integrationsbeirat – damals noch Ausländerbeirat – eingezogen, steht sie dem Gremium seit 2012 vor. Ab 2007 war sie stellvertretende, ab 2010 kommissarische Vorsitzende.

Der Integrationsbeirat vertritt die Belange der Ausländerinnen und Ausländer, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Deutschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten, die in Ansbach leben, gegenüber der Stadtverwaltung und dem Stadtrat.

Erfahrene Kräfte genauso wie jüngere Menschen

„Der Integrationsbeirat setzt sich dafür ein, dass kein Mensch wegen seiner Staatsangehörigkeit, seiner Sprache und Herkunft, seiner religiösen oder politischen Anschauung bevorzugt oder benachteiligt wird”, teilt die Stadt mit. Mindestens dreimal im Jahr kommt das Gremium zu öffentlichen Vollversammlungen zusammen.

In Sachen Kandidierende werben Villy Wiegel und Iryna Savchenko genauso um Menschen mit Erfahrung wie um jüngere Leute. Auch von den Nationalitäten und Geschlechtern solle die Liste gut gemischt sein. Deshalb wünschen sich beide wie schon vor vier Jahren, dass sich gerade auch Männer bewerben.

Stimmberechtigt sollen nun 15 Mitglieder sein

Die Wahlperiode dauert gemäß den Statuten vier Jahre. Früher waren es einmal drei Jahre. Die Wahl ist am Samstag, 20. Juni, im Kunsthaus Reitbahn 3. Eine Briefwahl ist nicht vorgesehen. Der Integrationsbeirat besteht in Ansbach noch aus 18 gewählten und stimmberechtigten Mitgliedern.

In der neuen Wahlperiode sollen es nun wie früher 15 sein. Diesen Punkt bespreche das Gremium am Donnerstag in der Vollversammlung, legt Iryna Savchenko dar. Der Grad dessen, wie aktiv das gesamte Gremium ist, sei durch die höhere Zahl der Mitglieder nicht gestiegen.

Neben den gewählten und stimmberechtigten Mitgliedern gehören dem Beirat ungefähr 20 beratende Mitglieder an, darunter drei Stadtratsmitglieder. Außerdem gibt es vier Ehrenmitglieder, die ebenfalls sehr aktiv sind, wie Iryna Savchenko betont. Egal ob stimmberechtigt oder beratend: Im Integrationsbeirat „werden alle mit einbezogen, wenn etwas besprochen wird“, hob Villy Wiegel schon vor vier Jahren hervor.

Ende März laufen erneut Wochen gegen Rassismus

Eine der großen Veranstaltungen, bei denen der Beirat verantwortlich ist, sind die Interkulturellen Wochen. Von 20. September bis 12. Oktober liefen sie in der Stadt unter dem bundesweiten Motto „Dafür!“. Derzeit bereitet sich das Gremium erneut auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus vor. Diese finden in Ansbach Ende März statt.

Sich im Integrationsbeirat zu engagieren, bedeutet für Villy Wiegel, Menschen mit Migrationshintergrund zu repräsentieren. Sie erhalte oft Anfragen von Menschen, die sie um Hilfe ersuchten. Sie verweise sie an Iryna Savchenko als Integrationsbeauftragte, die den Kontakt zu Behörden herstelle. Für diese ist im Integrationsbeirat entscheidend, dass man Vorurteile abbaue und Verständnis für Menschen mit Migrationshintergrund wecke.

Wer für den Integrationsbeirat der Stadt Ansbach kandidieren möchte, kann sich bis 17. April via Telefon und E-Mail melden. Iryna Savchenko ist über die Nummer 0981/51367 und die Adresse iryna.savchenko@ansbach.de erreichbar.


Oliver Herbst
Oliver Herbst
... schreibt seit seinem 16. Lebensjahr für die Fränkische Landeszeitung. In über 30 Jahren lernte er dabei viele Menschen und ihre Geschichten kennen - von Burghaslach bis Mönchsroth und von Windsbach bis Schnelldorf. Seit 2014 gehört er zum Team der Lokalredaktion Ansbach.
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