In einer Stadt wie Ansbach leben Menschen, die kulturell unterschiedlich geprägt sind. Kulturdolmetscherinnen und -dolmetscher sollen zwischen ihnen eine Brücke bauen. Die ersten zehn Aktiven in Ansbach nahmen ihre Zertifikate in Empfang. Die Leiterin des Qualifizierungskurses gab ihnen etwas mit auf den Weg.
Den Kurs leitete Nimna Gerezghihier. „Wir haben ja mit Sprüchen gearbeitet“, blickte sie auf ihn zurück. Einen englischen Spruch legte sie den Aktiven ans Herz: „If you don’t use it, you lose it“ (Wenn ihr das, was ihr gelernt habt, nicht anwendet, geht es verloren). Rückschritte seien übrigens nicht schlimm – „und Übung macht den Meister“.
Oberbürgermeister Thomas Deffner würdigte die Gruppe für ihr Ehrenamt: „Was Sie machen, ist für unsere Gesellschaft ganz, ganz wichtig.“ Viele Menschen mit Migrationshintergrund lebten im Land. Sie seien bedeutsam, um die Gesellschaft am Laufen zu halten.
Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Iryna Savchenko, erwähnte erfreut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so gut mitgemacht hätten. Je mehr Menschen aus verschiedenen Kulturen sich persönlich kennenlernten, desto weniger Vorurteile hege man gegeneinander.
Aus dem Kreis derer, die teilnahmen, sprach Axana Odenbach. Sie habe „so viele tolle Menschen kennengelernt“, fand sie. Ein paar habe sie schon gekannt. Sie lobte die „klasse“ Dozentin. Viktoriia Tschebanu, Integrationslotsin bei der Stadt, stimmte in die Worte für Nimna Gerezghihier ein: „Alle Teilnehmer sind sehr, sehr, sehr zufrieden.“
Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Mitten in Franken und die Koordinationsstelle Integration der Stadt kooperierten bei dieser Aufgabe. Das Konzept für den Kurs hatte man in der KEB der Erzdiözese München und Freising, dem Dachauer Forum und der Domberg-Akademie entwickelt.
Musik machte Eliseo Grisolia (Gitarre). Ein Buffet mit Speisen aus verschiedenen Kulturen rundete die Feier ab. Von ursprünglich zwölf Personen in dem Kurs hatten zwei abgebrochen.