Die Technische Hochschule Nürnberg bietet ein Wissenstransferprogramm für regionale Firmen zum Thema „Virtuelle Arbeitswelten“ an. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ronald Schmidt-Vollus soll es die Attraktivität kleiner und mittlerer Betriebe in Bayern als Arbeitgeber fördern. Metallbau Christ aus Burgoberbach ist Teil des Programms.
Das Projekt „Virtuelle Arbeitswelten im Engineering: Flexibilität, Produktivität und Inklusion für bayerische kleine und mittlere Unternehmen“ der Technischen Hochschule Nürnberg, kurz „VirtAFlex“, hat das Ziel, Lösungen für virtuelle Arbeitsprozesse und -umgebungen zu entwickeln. Dies bietet den Mitarbeitern der 13 teilnehmenden Partnerunternehmen aus der Region breitgefächerte neue Möglichkeiten. Da das Projekt von der EU und dem Freistaat Bayern gefördert wird, müssen die beteiligten Unternehmen aus verschiedensten Branchen keine Kosten tragen.
„VirtAFlex“ ist ein Programm für den Wissenstransfer. Es zielt im Kern darauf ab, Lösungen und Verbesserungen für räumlich getrennte Arbeitsteams zu entwickeln. Die TH Nürnberg erforscht neue Möglichkeiten und technische Innovationen und teilt dieses Wissen in viermal jährlich stattfindenden Online-Treffen. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Unternehmen.
Zu ihnen zählt auch der Metallbau Christ aus Burgoberbach. Anja Christ, die das Unternehmen gemeinsam mit ihren beiden Brüdern leitet, ist sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. Sie betonte, dass sie als kleines Unternehmen nicht alles Gelernte umsetzen könnten, aber viel wertvolles Wissen erhalten.
Ein persönlicher Wunsch von Anja Christ ist die Ausarbeitung einer für den Metallbau verwendeten Konstruktionssoftware. Arbeitende in der Werkstatt hätten dann die Möglichkeit, vor Ort auf ein digitales 3D-Modell zuzugreifen, um den Bau besser nachvollziehen zu können.
Seit dem Start des Programms vor etwa einem Jahr hat sich die Hochschule hauptsächlich mit dem „virtuellen Büro“ auseinandergesetzt. Arbeitsgruppen vor Ort und online sollen möglichst barrierefrei und problemlos zusammenarbeiten können. In der Zukunft werden noch viele weitere Themen angegangen. Als Nächstes plant die Hochschule, sich mit KI-Assistenz zu befassen.
Da es sich um einen Wissenstransfer handelt, ist der Erfolg von „VirtAFlex“ laut Projektleiter Schmidt-Vollus nur schwer messbar. Die TH Nürnberg vermittelt lediglich das Wissen, die Umsetzung entscheiden die teilnehmenden Unternehmen. Dennoch ist Schmidt-Vollus zufrieden mit dem aktuellen Fortschritt. Er hofft, mit „VirtAFlex“ die Digitalisierung vorantreiben und weitere Projekte dieser Art ermöglichen zu können, um kleine und mittlere Unternehmen in Bayern zu unterstützen.