Seit rund vier Wochen bewegt sich etwas auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS) 2027 in Bad Windsheim. Am Samstagvormittag bot sich Interessierten nun erstmals die Gelegenheit einer Baustellenführung über das Areal.
Erste Maßnahmen konzentrieren sich auf das blau-grüne Herz entlang der Erkenbrechtallee, auf das Areal im Bereich des Reisemobilhafens sowie auf die Erweiterung des Sees rund um die Gradierwerk-Insel. Erste Station des Rundgangs war das Büro der Landesgartenschau an der Erkenbrechtallee. Andreas Buchner und der Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschau, Rüdiger Eckhardt, gewährten anhand von Karten und Bildern einen Einblick in die Pläne des rund 45 Hektar umfassenden Ausstellungsgeländes.
Mit von der Partie war zudem Bad Windsheims Bürgermeister Jürgen Heckel, der die Gelegenheit wahrnahm, als Aufsichtsratsvorsitzender der LGS auf die Verdienste der jüngst als Geschäftsführerin zurückgetreten Birgit Grübler hinzuweisen.
Doch Karten und Pläne hin oder her, nichts ist so aufschlussreich wie eine Begehung vor Ort. Gravierende Veränderungen wird es im kommenden Jahr im alten Kurpark geben: Hier gilt es, Wege zu verlagern und die bisher asphaltierten Trassen mit wasserdurchlässigen Belägen zu versehen.
Auf dem Gelände der Stadtgärtnerei entsteht ein Gastronomiezentrum. Ein Stück weiter wird ein Spielplatz, ausgerüstet mit innovativen Geräten, angelegt. Zeit zum Verweilen bieten das Wildtiergehege, die Blühflächen sowie Stationen, bei denen die Kirchen Raum für Gespräche anbieten. Einbringen werden sich im Bereich „alter Kurpark“ zudem die Studierenden der Nürnberger Simon-Ohm-Hochschule. Sie entwerfen unweit des Steinlabyrinths eine Bühne.
Klein aber fein präsentiert sich mit einer Fläche von rund acht Hektar das blau-grüne Herz, das den Kurpark und den Landschaftspark miteinander verbindet. Im Zentrum liegt der auf 3000 Quadratmeter vergrößerte See, ausgestattet mit einer 400 Kubikmeter fassenden Zisterne. Sie soll an heißen Tagen die Wasserversorgung sichern.
Ein Hingucker, auch nach dem Ende der Landesgartenschau, wird der Boulevard in der Erkenbrechtallee sein: In der Mitte werden Schatten spendende Bäume stehen. Rund 600 von ihnen werden in unterschiedlichen Größen gepflanzt – einige davon in diesem Bereich, andere werden über das gesamte Gelände verteilt. Rechts und links der Allee zwei Fahrbahnen, die den Zufahrten zu den Hotels sowie der Klinik gerecht werden.
Das Gros der geplanten rund 2000 Veranstaltungen wird sich auf dem komplett neu anzulegenden Landschaftspark mit seinem Hingucker abspielen, dem 22 Meter hohen Aussichtsturm. Der Blick von ganz oben bietet freie Sicht auf die Ausläufer des Steigerwalds im Norden und über das gesamte Ausstellungsgelände.
Auf gutem Weg befindet man sich bei den Verhandlungen hinsichtlich der Einbindung des Reisemobilhafens sowie der Ausweisung von Parkplätzen auf dem Gelände der angrenzenden Gießerei, hieß es während der Begehung. Die nächste Baustellenführung über das LGS-Gelände findet am Samstag, 3. Januar, ab 10.30 Uhr statt. Treffpunkt ist das LGS-Büro an der Erkenbrechtallee 19.