Der Aufsichtsrat der Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH hat den Rücktritt von Geschäftsführerin Birgit Grübler am Donnerstag angenommen. Rüdiger Eckardt von der Bayerischen Landesgartenschau GmbH (ByLGS) wurde anschließend als alleiniger Geschäftsführer bestellt, heißt es in deren Stellungnahme.
„Das Team der Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH hat sein Ziel klar vor Augen”, heißt es darin. Nach dem Rücktritt der städtischen Geschäftsführerin Birgit Grübler solle gemeinsam mit dem von der ByLGS entsandten Geschäftsführer Rüdiger Eckhardt „wie bisher engagiert am Gelingen der Landesgartenschau” gearbeitet werden.
Der Aufsichtsrat habe in seiner Sitzung am Donnerstag „den von Birgit Grübler in einer Bürgerversammlung überraschend verkündeten Rücktritt angenommen und die Ereignisse in einer offenen Aussprache aufgearbeitet”, heißt es in der Stellungnahme. Und weiter „Allerdings äußerten einige Aufsichtsräte ihre Verwunderung über die Art und Weise des Rücktritts, von dem sie erst aus den Medien erfahren hatten.”
Einigkeit habe darüber geherrscht, „dass die beiden Gesellschafter der Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH, die Stadt Bad Windsheim und die Bayerische Landesgartenschau GmbH, weiter gemeinsam arbeiten werden”. Landrat Dr. Christian von Dobschütz, der von Anfang an großer Unterstützer der Bad Windsheimer Schau gewesen sei, sei kurz zugeschaltet gewesen und habe ebenso wie eine Vertreterin des Landwirtschaftsministeriums die Fortsetzung der Zusammenarbeit begrüßt.
Rüdiger Eckhardt werde nach dem Beschluss des Aufsichtsrats die Geschäfte allein führen und die Zahl der Beschäftigten sukzessive ausbauen. Wie er laut der Stellungnahme erklärte, wurden kürzlich vier weitere Mitarbeitende für das Team verpflichtet. Die Landesgartenschau Bad Windsheim sei im Personal-, Zeit- und Kostenrahmen, alles laufe nach Plan. Für ein persönliches Gespräch stand Eckardt für die Redaktion auf Nachfrage nicht zur Verfügung.
Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der ByLGS in München, habe laut Stellungnahme den Blick nach vorn gerichtet, „ohne konkret auf Vorwürfe einzugehen”. Mit einer Ausnahme: „Dass Frau Grübler alleine gelassen worden sei, weise ich entschieden zurück.” In dem interdisziplinär arbeitenden Team, das Grübler nach eigenen Angaben zur Verfügung hatte, hätten von Anbeginn an auch fachlich versierte und Gartenschau-erfahrene Fachleute der ByLGS ihre Kompetenz eingebracht, so Richter-Liebald. Aktuell habe die ByLGS vier erfahrene Mitarbeitende in das Team der LGS Bad Windsheim entsandt. Zu keiner Zeit, so Richter-Liebald weiter, habe es Grund zur Annahme gegeben, die Landesgartenschau Bad Windsheim könne nicht stattfinden.