Wilburgstetten: Theatergruppe Klappe begeistert mit „Das Gespenst von Canterville” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.03.2026 12:09

Wilburgstetten: Theatergruppe Klappe begeistert mit „Das Gespenst von Canterville”

Es könnte alles so schön sein, wenn sich in das Leben auf dem Schloss nicht ein Geist einmischen würde.  (Foto: Uwe Hahn)
Es könnte alles so schön sein, wenn sich in das Leben auf dem Schloss nicht ein Geist einmischen würde. (Foto: Uwe Hahn)
Es könnte alles so schön sein, wenn sich in das Leben auf dem Schloss nicht ein Geist einmischen würde. (Foto: Uwe Hahn)

Die Turnhalle in Wilburgstetten war gefüllt, als die Theatergruppe Klappe den Oscar-Wilde-Klassiker „Das Gespenst von Canterville“ auf die Bühne brachte. Das Publikum hatte zwei Stunden jede Menge Spaß und würdigte die Leistungen der Laiendarstellerinnen und -darsteller mit Zwischenapplaus und tosendem Beifall am Ende der Vorstellung.

Das Stück war bereits 1990 von der Theatergruppe aufgeführt worden, damals unter der Regie von Peter Fels, der wie einige andere Mitglieder der Gruppe von damals ebenfalls die Aufführung besuchte. Dieses Mal führte Peter Cahn Regie. Im Publikum saßen zudem auch Angehörige befreundeter Theatergruppen aus der Region, Langfurths Bürgermeister Simon Schäffler sowie Dürrwangens Rathauschef Jürgen Konsolke. Die Gemeinde Wilburgstetten wurde durch zweiten Bürgermeister Joachim Goldammer vertreten.

Blitz und Donner im Schlossgarten

Cahn dankte der Gemeinde Wilburgstetten, dass diese die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat, die wiederum von den fleißigen Helfern um Dieter Hahn in einen Schlossgarten verwandelt wurden. Für die technischen Effekte sorgten Fabian Kniewasser und Guiseppe Roder. Die Spenden gehen wie in jedem Jahr nach Abzug der Kosten an die Schule in Wilburgstetten für Anschaffungen.

Fünf Monate hatten sich die Darstellenden auf ihren Auftritt vorbereitet. „Sie befinden sich in einem Schlossgarten und zwar mittendrin“, stimmte Cahn das Publikum ein. Kaum hatte er zu Ende gesprochen, wurde es auch schon dunkel, es donnerte und eine Reisegruppe aus Japan wurde von „Castle Speakerin“ Andrea Hahn durch die Anlagen geführt. Diese erzählte den Gästen sodann die geheimnisvolle Geschichte, die sich auf Schloss Canterville zugetragen haben soll.

Gruselig und gespenstisch ging es zu, immer wieder wurde es dunkel, Blitze zuckten und Donner war zu hören. Und dann schwebte plötzlich wie von Geisterhand ein Stuhl, das Bild der Schlossherrin kippte immer wieder um, Bücher fielen aus dem Regal und ein Geist in Ritterrüstung verfolgte die Anwesenden. Das Gespenst Sir Simon of Canterville wurde schaurig gespielt von Daniel Kniewasser.

Der Inhalt des Stückes: Nach den unheimlichen Ereignissen der Vergangenheit hat Lord Arthur (Markus Lilly) das Schloss an den amerikanischen Botschafter Hiriam B. Otis (Michael Stewart) verkauft. Zusammen mit seiner Familie, bestehend aus Frau Lucretia (Karin Huber-Brandt) und der vom Golfsport begeisterten Tochter Virginia (Alexandra Launer) verbringt er die erste Nacht auf dem Schloss. Mit dabei ist auch die Assistentin Peggy Tips (Christine Thönes).

Geisterjägerin versucht ihr Glück

Unweigerlich machen alle die Bekanntschaft mit dem Gespenst. Später gesellt sich noch Geisterjägerin Donna (Ellen Hink) hinzu. In einem vornehmen Haus dürfen natürlich auch die Bediensteten nicht fehlen: die Haushälterin Dottie (Martina Schust) und die beiden Butler Sebastian (Simon Wittmann, ein Neuzugang) und Benjamin (von Colin Kürten bemerkenswert gespielt). Es passiert allerhand Rätselhaftes und Übersinnliches, zum Glück war ein Reverend namens Higgins anwesend (ebenfalls gespielt von Markus Lilly).

Turbulent geht es zu, und zum guten Schluss erscheint auch noch die vor 300 Jahren auf tragische Weise ums Leben gekommene Schlossherrin Cecil Canterville (Petra Werner). Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten eine schaurig-schöne Geschichte, bei der die Regieassistentin und Souffleuse Carolin Wittmann nur ab und zu flüsternd unterstützen musste. Alle Beteiligten waren textsicher, die Mimik passte und die Gags kamen beim Publikum ausgezeichnet an.

Für die beiden Vorstellungen am kommenden Samstag und Sonntag gibt es noch einige Restkarten.

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