Die Kinderzechfamilie feierte zusammen mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie Ehrenamtlichen und Sponsoren die Einweihung ihrer neuen Lagerhalle für die Utensilien des Heimatfestes.
Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer ließ den Werdegang des Neubaus Revue passieren. Da der Vertrag für bisher genutzte Halle an der Stadtmühle gekündigt worden war, habe man sich auf die Suche nach etwas Eigenem gemacht, um dort künftig die Materialien einlagern zu können. Ein zunächst vorgesehenes Grundstück in der Mutschach habe sich als ungeeignet erwiesen. Schließlich wurde der Kinderzeche von der Stadt ein Gelände an der Crailsheimer Straße zur Verfügung gestellt.
Im März erfolgte die Genehmigung für den Bau im Außenbereich. Der Bau konnte zwar nicht mehr zum Heimatfest im Juli fertig gestellt werden, erläuterte Hammer, aber man habe das Projekt dennoch letztlich in weniger als einem halben Jahr geschafft.
Stellvertretender Landrat Stefan Horndasch beschrieb die Kinderzeche als eine „Herzkammer“ der Großen Kreisstadt, zu der eine emotionale Bindung bestehe. Horndasch lobte die Baumeister der Halle, die mit Tempo und Qualität für ein Aushängeschild der Stadt und des Landkreises tätig gewesen seien. Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber hob die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Behörden hervor und Bezirksrat Hans Popp sah die Dinkelsbühler Gemeinschaft auf einem zukunftsfähigen Weg.
Festspielvorstand Maximilian Mattausch ging auf die maßgeblich beteiligten Firmen und Einzelpersonen bei dem „repräsentativen“ Bau mit knapp 500 Quadratmeter Fläche und einer Kubatur von 3000 Kubikmetern ein. Er hob unter anderem den Einsatz der Ehrenvorsitzenden Manfred Kiesel und Hans-Peter Mattausch sowie von Helmut Blank hervor.
Von günstigen Angeboten beim Tief-, Holz-, Gerüst- und Gartenbau sowie bei der Statik über die unentgeltliche Planung von Architekt Fritz Breitenbücher bis hin zu etwa 40.000 Euro Eigenleistung und großzügigen Spenden hätten die Kosten auf 320.000 Euro begrenzt. Ziehe man die bisherige Spendensumme mit insgesamt 80.000 Euro ab, so verbleibe für den Verein Brauchtumspflege Dinkelsbühl eine Summe von 240.000 Euro, über die ein Kredit aufgenommen werden musste. Der Fertigstellungstermin habe eingehalten werden können, es fehle nur noch das Licht, wofür die Stadtwerke sorgen würden, wurde informiert.
Zimmerermeister Werner Kamm hielt den Richtspruch, ehe sich die Besucher das noch leere Magazin ansahen. Wenn am 30. September die alte Halle abgegeben wird, übernehme der städtische Bauhof die Umräumarbeiten, wie Mattausch erfreut mitteilte. Somit können die Materialien, die hauptsächlich für das Schwedenlager bestimmt sind, neben Buden und Utensilien für Wägen in den nächsten Jahrzehnten sicher untergebracht werden. Auch für die Kinderzechgruppen, deren Materialien über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, könne das Angebot auf zentrale Lagerung gemacht werden, hieß es.