Für den Aussichtsturm der Landesgartenschau 2027 gibt es eine erste Visualisierung. Orientiert sei dieser am Thema „Kristall“ – damit „spiele“ der Entwurf, den der Ansbacher Hochschulprofessor Professor Christian Barta auf Bitten des Bad Windsheimer Bürgermeisters Jürgen Heckel erstellt hatte.
Wie Landrat Christian von Dobschütz in der Kreistagssitzung am Freitag weiter erläuterte, sehe der Entwurf eine Beleuchtbarkeit des Turmes vor, so dass dieser sich möglicherweise auch als Projektionsfläche eignen könne.
Die Reaktionen auf diese Planskizze des Landkreis-Projektes, das als Impuls für die Landesgartenschau (LGS) dienen soll, fielen überwiegend positiv aus. Heike Gareis (SPD) sprach davon, dass das Vorhaben „nachhaltig wirken“ und man den Landkreis damit als Urlaubsregion präsentieren solle – nicht nur für Tagestouristen. Bernhard Kisch (CSU) sprach von einem gut gewählten Standort in Sichtweite der Franken Therme – auch für deren 400.000 jährliche Besucher sei der Turm sicherlich eine Bereicherung und somit eine ideale Werbefläche.
Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt (UWG) regte an, den Unterbau des Turms – dort ist bislang ein Raum vorgesehen, in dem sich die Landkreiskommunen vorstellen können – als eine Art Dauerausstellung zu konzipieren, in der sich sämtliche Gemeinden des Landkreises präsentieren. Etwas Derartiges habe sie bei der LGS in Kirchheim gesehen, das sei sehr gut angekommen.
David Muck (Grüne) erklärte, seine Fraktion finde das Konstrukt ebenfalls gut, gebe aber trotzdem „so ein bisschen den Spielverderber“. Denn aus Sicht der Grünen sei die Nachfolgenutzung im Anschluss an die LGS noch nicht abschließend geklärt –vor allem bei der Frage nach den Unterhaltskosten „sehen wir noch ein paar große Fragezeichen“. Würden diese Kosten von der Stadt übernommen, oder müsse der Landkreis dies dauerhaft stemmen? Letzteres halte seine Fraktion für zumindest fragwürdig.
Seitens der Stadt Bad Windsheim drückte Bürgermeister Jürgen Heckel dem Landrat und dessen Verwaltung seinen ausdrücklichen Dank für das Vorhaben aus. Der geplante Aussichtsturm – voraussichtlich 30 Meter hoch – sei ebenso wie das Scheinfelder Naturparkzentrum ein weiterer „Meilenstein“ für die touristische Entwicklung der Region und werde einen „beeindruckenden Blick über die unverbaute Landschaft“ bieten.
Der Landrat nahm die Rückmeldungen zufrieden zur Kenntnis. Der Turm sei als Beitrag des Landkreises zu verstehen, denn am Erfolg der LGS sei der ganzen Region gelegen. Er gehe davon aus, dass der Turm „ein Besuchermagnet“ werde und auch dauerhaft eine touristische Attraktion bleibe.