Die Mehrzweckhalle in Flachslanden wird erweitert und saniert. Der Marktgemeinderat beschloss, die Planungen und die Teilnahme an dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“.
Auf Zuschüsse aus diesem Förderprogramm, das auch als „Sportmilliarde“ der Bundesregierung bekannt ist, hoffen mehrere Kommunen in der Region, darunter Lichtenau mit der Sanierung des Freibades und die Stadt Ansbach mit der Sanierung des Freizeitbades „Aquella“ sowie der Sanierung der Sporthalle am Theresien-Gymnasium.
Das Architekturbüro Hirsch war mit einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung oder dem Neubau der Mehrzweckhalle beauftragt. Das Ergebnis der Studie stellte Stefan Hirsch den Gemeinderatsmitgliedern vor. Die Studie zeige, fasste Bürgermeister Hans Henninger zusammen, dass eine Generalsanierung der mit dem Anbau für eine kleine Tribüne bei Inanspruchnahme der Fördermittel deutlich günstiger komme als ein Neubau auf dem Gelände des Hartplatzes.
Für die Sanierung ergeben sich Gesamtkosten von 4,168 Millionen Euro, wovon 1,252 Millionen Euro auf den Erweiterungsbau mit Zuschauertribüne entfallen. Als Förderung komme, so Henninger, die übliche FAG-Förderung des Freistaates mit zirka 1,01 Millionen Euro in Frage. Aus der „Sportmilliarde“ könnte die Marktgemeinde weitere 1,845 Millionen Euro Zuschüsse erhalten.
Der Neubau der Halle würde 6,119 Millionen Euro kosten. Es könnte eine Förderung vom Bayerischen Landessportverband mit 2,75 Millionen Euro geben. Nach Abzug der Förderungen kommen auf die Marktgemeinde im Falle des Neubaus 3,361 Millionen Euro Kosten zu und bei der Sanierung 1,313 Millionen. Es wurde nun beschlossen, die Generalsanierung mit Anbau einer Tribüne weiterzuverfolgen und die entsprechenden Anträge für die Zuschüsse aus der „Sportmilliarde“ einzureichen.
Stefan Hirsch listete in seiner Präsentation die Mängel in der Mehrzweckhalle auf. Dazu gehören unter anderem die aus Sicherheitsgründen gesperrten Schaukelringe, der brüchige und schon mehrfach ausgebesserte Hallenboden, das undichte Dach und die wegen Legionellen gesperrten Duschen. Nach seinen Vorstellungen soll die Halle um einen Anbau nach Süden mit einer Tribüne erweitert werden. Die Sporthalle mit einer Grundfläche von 405 Quadratmetern bleibt unverändert groß, es kommt aber ein Zuschauerbereich mit 115,44 Quadratmetern dazu.
Die Mehrzweckhalle sei 46 Jahre alt und noch im Originalzustand, so Bürgermeister Henninger. Sie wird als Schulsporthalle, aber auch für den Vereinssport und für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Im Winterhalbjahr sei die Halle, so Henninger, durch die Gruppen des TSV Flachslanden und einige private Sportgruppen so gut wie komplett ausgebucht.
Die Sanierung werde auch die energetische Situation erheblich verbessern. Auch die Brandschutzmängel und die Barrierefreiheit können behoben beziehungsweise hergestellt werden. Die Mehrzweckhalle sei die einzige Sporthalle in der Marktgemeinde und auch die einzige Örtlichkeit, in der Veranstaltungen mit über 200 Personen durchgeführt werden können.
Für die sportliche Arbeit des TSV Flachslanden, vor allem in Kinder- und Jugendbereich sei die Halle von großer Bedeutung. Der Erweiterungsbau wird als Holzkonstruktion ausgeführt. Im Rahmen der Sanierung werde, so Architekt Hirsch, das Gebäude entkernt und teilweise bis auf die Tragkonstruktion abgebaut.