Der Seniorenbeirat Dinkelsbühl bekommt eine feste Bleibe | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.10.2024 15:00

Der Seniorenbeirat Dinkelsbühl bekommt eine feste Bleibe

Im Haus B des Dinkelsbühler Spitalkomplexes soll der Seniorenbeirat nach der Sanierung des Gebäudes eine feste Bleibe bekommen. (Foto: Martina Haas)
Im Haus B des Dinkelsbühler Spitalkomplexes soll der Seniorenbeirat nach der Sanierung des Gebäudes eine feste Bleibe bekommen. (Foto: Martina Haas)
Im Haus B des Dinkelsbühler Spitalkomplexes soll der Seniorenbeirat nach der Sanierung des Gebäudes eine feste Bleibe bekommen. (Foto: Martina Haas)

Sie sind Ansprechpartner für ältere Menschen, leiten Anliegen an den Stadtrat oder die Verwaltung weiter und bringen sich in Projekte ein: die Mitglieder des Dinkelsbühler Seniorenbeirats, die bald eine feste Bleibe im Haus B des Spitalkomplexes haben. Dabei brennt ihnen ein Thema besonders unter den Nägeln: die Gesundheitsversorgung in der Stadt.

Vor allem die Zukunft des Dinkelsbühler Krankenhaus ist ein Dauerbrennerthema. So ploppte es auch in der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates wieder auf, in der Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer über den aktuellen Stand informierte. In einer Pressemitteilung aus dem Rathaus wird die Seniorenbeiratsvorsitzende Rosmarie Sindel mit der Befürchtung zitiert, dass hochbetagte Menschen in weit entfernte Kliniken eingewiesen werden müssten, wenn die medizinische wohnortnahe Grundversorgung vor Ort nicht mehr gewährleistet sei. Ein Besuch und eine Betreuung älterer Angehöriger sei dann nicht mehr so leicht möglich. „Die Senioren werden hier alleine gelassen“, gibt Rosemarie Sindel in der Mitteilung zu bedenken.

Stelle für einen Seniorenlotsen

Da die Menschen immer älter würden, und die Zahl der zu pflegenden Menschen in den eigenen vier Wänden in den kommenden Jahren zunehmen werde, müsse sich auch die Kommune darauf einstellen. Der Seniorenbeirat regte deshalb die Stelle eines Senioren- oder Pflegelotsen an.

Bald soll der Seniorenbeirat eine feste Bleibe haben: Im Haus B des Spitalkomplexes wird ein Büro für das Gremium eingerichtet. Dort wollen Rosmarie Sindel und ihre Stellvertreterin Ingeborg Raab künftig für Seniorinnen und Senioren Sprechstunden anbieten. Die Nutzung des Seminarraumes für Schulungen, Netzwerk-Treffen oder Fortbildungen sei ebenfalls möglich.

Der Digital-Treff hat sich zur festen Größe etabliert

Die Vorsitzende Rosemarie Sindel und ihre Stellvertreterin Ingeborg Raab berichteten zudem über verschiedene Arbeitsgruppen, in denen auch Themen wie Verkehr, Sicherheit und Umwelt, Kultur, Veranstaltungen und Internet sowie Digitalisierung besprochen werden.

Dabei habe sich der Digital-Treff in den vergangenen Jahren als feste Größe in der Arbeit des Seniorenbeirates etabliert. Die von diesem Gremium organisierte Veranstaltung findet in der Schulzeit regelmäßig alle 14 Tage statt, stets mittwochs von 15.30 bis 17 Uhr in der örtlichen Hans-von-Raumer-Mittelschule. Dort bekommen ältere Menschen Informationen und Anleitung im Gebrauch von Handys und Computer. Außerdem werden für Seniorinnen und Senioren wichtige Apps und Standardprogramme vorgestellt und die Teilnehmenden können in diesem Rahmen auch Erfahrungen austauschen.

Die Mitglieder halten sich auf den neuesten Stand

Geleitet wird dieses Angebot von Helmut Rogler und Alexander Thompson. Die Teilnahme dran ist kostenlos. Die nächsten Termine sind am heutigen Mittwoch, 9. Oktober, und am 23. Oktober (weitere Informationen unter https://www.seniorenbeiratdinkelsbuehl.de/D-Treff/ oder telefonisch unter 09851/5898082). Weitere Interessierte sind willkommen.

Aber auch die Gremiumsmitglieder selbst halten sich stets auf dem neuesten Stand: Die Seniorenakademie Bayern bietet im November ein Angebot für neue Mitglieder an. Aus Dinkelsbühl nehmen sechs Personen teil. Im Oktober sei außerdem eine Schulung der Mitglieder zur richtigen Handhabung eines Defibrillators geplant, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Ist man im Notfall gewappnet, kann das Leben retten“, sind die Mitglieder des Gremiums überzeugt. Auch die Adventsfeier im Dezember soll stattfinden. Ende Oktober ist ein Besuch des jüdischen Friedhofs in Schopfloch geplant.

Zudem plant der Vorstand des Seniorenbeirats, verstärkt mit den Ortssprechern in Kontakt zu treten, um die älteren Menschen in den umliegenden Orten mehr in die Arbeit einzubeziehen.

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