Beim Toast auf das Brautpaar: In der Kürze liegt die Würze | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.04.2024 10:02

Beim Toast auf das Brautpaar: In der Kürze liegt die Würze

Hält man eine Hochzeitsrede vor einem größeren Publikum, sollte man sich rechtzeitig um ein Mikrofon kümmern und nicht zu schnell sprechen. (Foto: Markus Scholz/dpa)
Hält man eine Hochzeitsrede vor einem größeren Publikum, sollte man sich rechtzeitig um ein Mikrofon kümmern und nicht zu schnell sprechen. (Foto: Markus Scholz/dpa)
Hält man eine Hochzeitsrede vor einem größeren Publikum, sollte man sich rechtzeitig um ein Mikrofon kümmern und nicht zu schnell sprechen. (Foto: Markus Scholz/dpa)

Wer bei einer Hochzeit eine Rede halten muss, sollte nach Ansicht von Experten vor allem eines beherzigen: „In der Kürze liegt die Würze!“ sagt Sarah Kiehl, Vorsitzende des Bundes deutscher Hochzeitsplaner. „Der größte Fehler, den man machen kann, ist zu versuchen, so viel Input wie möglich einzubauen.“ Sie empfiehlt als Faustregel eine Länge von fünf bis sieben Minuten. „Optimal wären sogar nur drei.“ Und auf jeden Fall sollte man vorher zu Hause üben, die Rede möglichst freizuhalten, anstatt sie abzulesen. 

Trauzeugen-Berater und Autor Thomas Sünder („Wer hat eigentlich die Ringe?“) rät dazu, beim Üben die Rede mit dem Smartphone aufzunehmen. So könne man sich über die Länge ganz sicher sein und hört auch, wie schnell man redet. „Denn oft sprechen unerfahrene Redner so schnell, dass sie schwer zu verstehen sind, gerade wenn sie nervös sind.“

Bloß nicht Zitat an Zitat von Goethe bis Voltaire aneinanderreihen 

Nervig und nichtssagend sei es, sich eine Rede anhand von Zitaten der vergangenen Jahrhunderte zum Thema Ehe aus dem Internet zusammenzuschreiben. Sünder: „Das ist so ziemlich das Abgegriffenste und Lahmste, was ein Hochzeitsredner herunternudeln kann“. Viel schöner und angemessener seien persönliche und emotionale Worte, die die Beziehung zu Braut und Bräutigam oder das Glück des Brautpaares widerspiegeln. 

Bei einem Vortrag vor größerem Publikum sollte man sich zudem rechtzeitig um ein Mikro kümmern und - falls man eine Slideshow plant - auch den Video-Beamer vor Ort bei entsprechenden Lichtverhältnissen testen. „Grundsätzlich sollte man im Vorfeld alles ausprobieren, was schiefgehen kann“, rät Sünder.

© dpa-infocom, dpa:240412-99-648015/2


Von dpa
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