Veröffentlicht am 26.09.2022 13:44

AOK: Koronare Herzkrankheit in München am seltensten

Blick in ein Sprechzimmer einer Hausarztpraxis. (Foto: Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild)
Blick in ein Sprechzimmer einer Hausarztpraxis. (Foto: Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild)
Blick in ein Sprechzimmer einer Hausarztpraxis. (Foto: Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild)

Die Bayerinnen und Bayern erkranken nach Angaben der AOK etwas seltener an der koronaren Herzkrankheit. Bundesweit seien 8,3 Prozent der Bevölkerung über 30 Jahre betroffen, im Freistaat insgesamt 7,3 Prozent - München sei sogar bundesweiter Spitzenreiter mit nur 5,5 Prozent.

Bei der koronaren Herzkrankheit kommt es durch Arteriosklerose zu einer Verengung der Herzkranzgefäße, was dann „zu Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder einem Herzinfarkt führen kann“, sagte der AOK-Experte Stefan Stern am Montag. In Bayern seien 2020 rund 661 000 Menschen betroffen gewesen - am häufigsten in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen. Dabei gebe es ein Nord-Süd-Gefälle: In Kronach und Schweinfurt sei der Anteil der Betroffenen mit 13,3 und 11,1 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in München. Die regionale Spannweite reiche von 9,3 Prozent in Oberfranken bis 6,2 Prozent in Oberbayern.

Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, starkes Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus. „Dieser Zusammenhang spiegelt sich auch in den regionalen Auswertungen wieder“, sagte Stern: In München litten weniger als 7 Prozent an Bluthochdruck und Diabetes, in Kronach 11,2 Prozent. Gesunde Ernährung, viel Bewegung und Rauchverzicht könnten das Herzinfarktrisiko senken.

© dpa-infocom, dpa:220926-99-903184/3

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