Veröffentlicht am 28.07.2022 04:18

Welcher Bio-Zucker ist besser für die Umwelt?

Zuckerrüben wachsen unter der Erde. Sie werden ausgekocht, um Zucker zu gewinnen. (Foto: Edith Geuppert/dpa/dpa-tmn)
Zuckerrüben wachsen unter der Erde. Sie werden ausgekocht, um Zucker zu gewinnen. (Foto: Edith Geuppert/dpa/dpa-tmn)
Zuckerrüben wachsen unter der Erde. Sie werden ausgekocht, um Zucker zu gewinnen. (Foto: Edith Geuppert/dpa/dpa-tmn)

Bio-Zucker wird meist aus Zuckerrohr hergestellt, dessen Rohstoffe aus Süd- und Mittelamerika, Afrika oder Asien stammen. Aber auch aus deutschen Zuckerrüben wird Bio-Zucker produziert.

Dabei ist heimischer Bio-Zucker aus Rüben allerdings deutlich teurer als der importierte Bio-Rohrzucker. Das hat seine Gründe: Das liegt unter anderem an dem sehr arbeitsintensiven Anbau der Bio-Rüben. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern hin. So wird etwa das zwischen den Rüben schnell wachsende Unkraut nicht mit Unkrautvernichtungsmitteln, sondern mit der Hacke bekämpft, erklärt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. Das koste Zeit und Geld.

Bio-Rübenzucker im Vorteil

Laut Berechnungen des Forschungsinstituts ökologischer Landbau belastet heimischer Bio-Rübenzucker die Umwelt um ein Drittel weniger als Bio-Rohrzucker aus Paraguay. Das liege vor allem daran, dass bei uns die Felderträge höher sind. Darüber hinaus brauchen Zuckerrüben weniger Dünger als Zuckerrohr. Auch die Zuckerausbeute in der Fabrik sei deutlich effizienter. Und noch ein Plus spricht für die Umwelt: Der Transport des Rohrzuckers über den Atlantik entfällt bei heimischem Zucker.

© dpa-infocom, dpa:220727-99-175752/3

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